Wenn eine Stadt viel zeigen kann, dann will sie das auch bekannt machen. Dazu braucht es aber Hinweisschilder. Keine Frage, Herzogenaurach hat quer durch die Innenstadt eine Menge dieser beschrifteten Pfeile. Die zeigen zum Beispiel den Weg zur Touristen-Information oder zum Stadtmuseum.

Weil die Schilder aber mehr oder weniger ohne System und vor allem in unterschiedlichen Ausführungen angebracht sind, soll jetzt eine Regelung gefunden werden. Man will das Durcheinander beenden und einheitliche Schilder gestalten. Deshalb wurde ein Fußgängerleitsystem in Auftrag gegeben, dessen Umsetzungsplanung vom Planungsausschuss am kommenden Mittwoch abgesegnet werden soll.

Vor einem Jahr bereits wurde das Bayreuther Büro Geoplan beauftragt, die bestehende Schilderung zu erfassen. Im Februar ging es dann an die Konzeption eines Leitsystems, im April beriet der Stadtrat.
Darauf hin wurden bei Ortsbegehungen alle möglichen Standorte von Hinweisstelen erkundet und im August ein Abschlussbericht gegeben. Jetzt ist der Planungsausschuss gefordert, dazu seine Zustimmung zu geben.


Zielgruppe Ortsfremde

Bürgermeister German Hacker (SPD) erläutere das Vorhaben vorab im Pressegespräch. Demnach ist die Installation eines Fußgängerleitsystems "eine wichtige Entwicklungsmaßnahme." Zielgruppe sind laut Hacker in erster Linie Touristen und Gäste der Stadt Herzogenaurach, nicht aber die Bürger der Stadt selbst. Einen Hinweis auf die Herzo Werke beispielsweise müsse man da nicht geben, denn das sei für einen fremden Besucher nicht relevant, erläuterte Hacker, der in internen Beratungen darauf schon angesprochen worden sei.

Auch zur Aufgabenstellung gab der Bürgermeister Auskunft. In der Beschreibung heißt es wörtlich: "Das Leitsystem soll an den wichtigsten Verkehrs-Schnittstellen ansetzen und auf attraktiven Wegen zur Altstadt und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten sowie sonstigen touristisch relevanten Einrichtungen der Stadt führen." Dabei wird an Informationsstelen mit Stadtplan an den Zugängen zur Altstadt ebenso gedacht wie an Einzelwegweiser. Insgesamt soll es zwölf Stelen und 64 Wegweiser geben.


Drei Ebenen

Auch die Ziele der Wegweiser wurden in dem Abschlussbericht genau definiert. Sie sind in drei Ebenen aufgeteilt: Ziele mit herausragender touristischer Bedeutung, weitere touristische Ziele und selbsterklärende Piktogramme am Stadtplan ohne weitere Legende .

Nach Beratung und Beschluss im Planungsausschuss soll es dann an die graphische Gestaltung der Schilder gehen. Aufgenommen sollen laut Hacker auch Hinweise auf die Entfernung, entweder über Gehminuten oder die Distanz.