Dafür sorgten die Kerwasburschen dann auch am Samstag und erinnerten, streng nach Corona-Vorgaben, an die eigentlich stattfindende Sommerkirchweih, die heuer vom 3. Juli bis 12. Juli stattgefunden hätte.

Die Sommerkirchweih wurde erstmals 1952 in den Weihersbachanlagen gefeiert und gehört seit den 1970er Jahren fest zum Herzogenauracher Veranstaltungskalender. Also wollten die Kerwasburschen zumindest daran erinnern und dazu gehört natürlich auch ein Kirchweihbaum, der in diesem Jahr nicht von den Pferden durch die Stadt gezogen, sondern von sechs Kerwasburschen getragen und binnen Minuten in die Senkrechte gebracht wurde.

Unter Beachtung der Maskenpflicht und Abstandsregelungen wurde dann ein bisschen Kerwa gefeiert. Dazu brachten Musiker der Ehemaligen etwas Kirchweihflair in den Weihersbach und vor die beiden geöffneten Keller. Die Besucher konnten sich vor den beiden Kellern großzügig verteilen, Kirchweihbier und Bratwürste genießen und so manches Kerwalied erinnerte an eine richtige Kerwa. Und alle hoffen, dass in den nächsten Jahren wieder eine zünftige Sommerkirchweih gefeiert werden kann.

Ein wenig ungewohnt war es dennoch, denn wer sich an die letzten Jahre erinnert, weiß um den spektakulären Umzug durchs Städtchen und dem entsprechenden Aufgeschau, wenn der Baum gebracht wird.