Reebok ist seit Jahren ein Restrukturierungsfall. Bereits Anfang November hatte es Medienberichte gegeben, dass Adidas die US-Tochter nun doch verkaufen wolle. Die hohen Erwartungen, die mit der Übernahme 2006 verbunden waren, konnte das Unternehmen nie erfüllen. Früher als erwartet gab es nun die Bekanntgabe der Trennung.

Der fränkische Sportartikelhersteller Adidas trennt sich von seiner US-Tochter Reebok. Das Unternehmen habe beschlossen, einen formalen Prozess einzuleiten, «der auf die Veräußerung von Reebok abzielt», teilte Adidas am Dienstag in Herzogenaurach mit. In Zukunft wolle sich das Unternehmen darauf konzentrieren, die führende Position der Marke Adidas weltweit weiter zu stärken.

Reebock: Ein aufgegebener Geschäftbereich

Wo die Reise für Reebok hingehen wird, ist unklar. Die US-Tochter werde vom ersten Quartal an als «aufgegebener Geschäftsbereich» ausgewiesen. «Nach sorgfältiger Abwägung sind wir zu dem Schluss gekommen, dass Reebok und Adidas ihr Wachstumspotenzial unabhängig voneinander deutlich besser ausschöpfen können. Wir werden in den kommenden Monaten mit Hochdruck daran arbeiten, eine erfolgreiche Zukunft für die Marke Reebok und das Team dahinter zu gewährleisten», sagte Adidas-Vorstandschef Kasper Rorsted am Dienstag.

Adidas hatte im Jahr 2005 die Anteile an Reebok übernommen. Zu einer glücklichen Ehe war die Zusammenarbeit jedoch nie geworden. Reebok hatte den Franken immer wieder Verluste eingebrockt.

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