Als der neue Schnellbus zwischen dem Erlanger Hauptbahnhof und Herzogenaurach an den Start ging, wollten sich das genau 101 Fahrgäste nicht entgehen lassen. Das war im Dezember 2010. Im Februar 2011 waren es schon 140 Fahrgäste pro Tag. Und die Zahlen der letzten vorliegenden Erfassung sprengen die Erwartungen bei Weitem. Bei Fahrgastzählungen im November und Dezember wurden täglich durchschnittlich 242 Nutzer erfasst. Ein Ergebnis, das die Organisatoren überaus zufrieden stimmt.

Diese Bilanz stellte Landrat Eberhard Irlinger (SPD) gemeinsam mit Bürgermeister German Hacker (SPD) und Manfred Rupp vom VGN vor. Die Zahlen erfüllen nicht nur die Erwartungen, die man damals in die direkte Linie gesteckt hatte, sie übertraf sie noch. Laut Rupp ging die Prognose damals von etwa einhundert Nutzern aus.

Weil der Bus so gut angenommen wird, will man auch Erweiterungsmöglichkeiten prüfen. Das sagte Landrat Irlinger. "Wir müssen die Leute zum Umsteigen bewegen. Das ist wirklich Zukunft."


Firmen zahlen Fahrkarten


Zum Umsteigen hat der neue 200-er Bus tatsächlich schon Fahrgäste bewegt. Eine Befragung ergab laut VGN-Sprecher Manfred Rupp, dass sich rund 170 Nutzer entschlossen haben, anstelle des Autos den Bus zu nehmen. Die restlichen etwa 70 Gäste sind von der Linie 201 übergesprungen.

Gelobt wurde das Verhalten der Herzogenauracher Firmen. Bei Adidas und Puma liegen laut Tobias Zuber (ebenfalls VGN) konkrete Aussagen vor, dass die Mitarbeiter die Busfahrkarten von den Unternehmen bezahlt bekommen. Auch Bürgermeister Hacker erwähnte, dass die Zusammenarbeit von Kreis, Stadt, VGN und den Firmen der Garant für den Erfolg gewesen ist.

Oder wie es Manfred Rupp bezeichnete: "Es ist ein auf die Bedürfnisse der Firmen maßgeschneidertes Vorzeigemodell."