Es ist noch nicht lange her, dass Biber am renaturierten Schwarzenbachgraben sechs Kopfweiden fällten oder zumindest schälten. Jetzt fanden Ilka und Fritz Ottlinger sowie Georg Schmitt von der Biotop- und Artenschutzgruppe des Höchstadter Fischereiverein zwei weitere Kopfweiden, die vom Biber abgenagt wurden.
In der Biotopgruppe gab es zwar unterschiedliche Meinungen, ob die weitere Pflege dieser Gehölze noch Sinn macht, aber Schmitt und die Ottlingers wollten es versuchen. Da wegen der kalten Witterung innerhalb der Schneidefrist bis Ende Februar keine Arbeiten durchgeführt werden konnten, erteilte ihnen die untere Naturschutzbehörde eine Ausnahmegenehmigung zur Kopfweidenpflege. Vier dieser Kopfweiden bleiben noch übrig, und in einigen Stunden Arbeit wurde der Vorschlag von Fritz Ottlinger in die Tat umgesetzt.
Die Gehölze wurden geschnitten und mit Hasendraht mehrere Male umwickelt, damit der Biber nicht die letzten Bäume schält oder fällt. Die Kopfweiden sind eine gute Brutstätte für Vögel, und deswegen haben sich die Biotopler seit mehr als 20 Jahren um sie gekümmert.