Herzogenaurach - Der Hase Rüdiger wollte eigentlich nach Nürnberg, "ich bin der schnellste Hase der Welt", verirrte sich und fand sich inmitten einer Kinderschar im Martin-Luther-Kinderhaus in Herzogenaurach wieder.

Seine Frage: "Wo bin ich hier eigentlich?", konnten die Kinder schnell beantworten. "Im Turnraum", kam die lakonische Antwort sofort zurück und brachte nicht nur den Hasen (Diakon Ludwig Stefan) zum Lachen. Gut, dass die sehr schlaue Kirchenmaus "Lulu" (Konfirmand Ben Wüstner) dazu kam, denn Lulu kannte sich in Herzogenaurach schließlich aus.

Lulu wusste, dass nicht nur Halloween ist, sondern auch Reformationstag und dieser Tag mit Martin Luther zu tun hat. Damit war die Frage, warum das Kinderhaus Martin-Luther heißt schon fast beantwortet. Die Kinder hatten aber eine andere Meinung, "weil da der Martin-Luther-Platz ist", mussten sich Rüdiger und Lulu belehren lassen.


Deshalb versuchten Hase Rüdiger, der auch mal Pfarrer werden wollte, den Kindern den Namen Martin Luther spielerisch näher zu bringen und wurde aber immer wieder von der schlauen Maus Lulu unterbrochen, die ständig dazwischen quatschte. Im Gespräch erklärten dann Rüdiger und Lulu, dass Gott alle Menschen lieb habe,, natürlich auch den rasenden Hasen Rüdiger sowie die schlaue Kirchenmaus Lulu und natürlich alle Kinder im Kinderhaus. Mit den Farben Rot, Blau, Gelb und Rot erklärten Rüdiger und Lulu die Religionen und dass inzwischen alles bunt ist und zwischen den Menschen keine Mauern mehr geben sollte.

Die stellvertretende Leiterin Anne Plack stimmte die Kinder mit dem Lied: "Gut dass es dich gibt", auf das kleine Theaterstück ein. "Wir wollten mal nichts mit Halloween machen, sondern den Kindern erklären, dass der Tag auch noch eine andere Bedeutung hat", erklärte Anne Plack im Gespräch. Natürlich sangen und klatschten die Kinder begeistert mit und verabschiedeten Rüdiger, der dringend nach Nürnberg musste und auf Lulu wartete die Kirchenmaus-Schule.