Für die Hannberger Grundschüler war es eine besondere Schulstunde. Nicht nur dass Pfarrer Lars Rebhan mit Bürgermeister Horst Rehder (BB) und Stefan Reinmann sowie Franziska Reif vom Sachausschuss Mission, Entwicklung und Frieden (MEF) der Pfarrei Hannberg in die Schule kamen, sondern mit Father Aloysius und Father Peter auch zwei Besucher aus aus den Partnerpfarrgemeinden Mbrizi und Busagula der Diözese Masaka/Uganda.

Father Peter war vor allem daran gelegen, sich bei allen Schülern herzlich zu bedanken. "Dank eurer Hilfe und euren Eltern und von vielen Menschen aus Hannberg wurde bei uns viel geschaffen, und den Kindern bei uns geht es jetzt viel besser." Die Kinder seiner heimischen Schule hätten ihm extra aufgetragen, die Schulfreunde in Hannberg zu grüßen und sie einzuladen, was er mit herzlichen Worten auch tat.

Zuvor hatten Franziska Reif und Stefan Reinmann die Diözese Masaka sehr anschaulich vorgestellt und von ihrem Besuch im Februar erzählt. Die Grundschüler verfolgten sehr aufmerksam einen Film sowie eine Bilderserie über den zehntägigen Aufenthalt. Sie erfuhren, dass es in den meisten Dörfern keine Wasserleitung und auch keinen Strom gibt und dass das Wasser aus Tümpeln oft zu schweren Krankheiten führt.

In Heßdorfer Trikots
Dass die Kinder und Jugendlichen auch in Uganda gerne dem Ball hinterher jagen, zeigten Bilder von kickenden ugandischen Jungs. "Da steht ja Heßdorf drauf", kam der erstaunte Ausruf eines Schülers. Stefan Reinmann hatte vor seiner letzten Reise zu Spenden, vor allem von Fußball-Trikots, aufgerufen, und so kamen die Trikots der Spielvereinigung Heßdorf nach Uganda. Ein bisschen ungläubiges Staunen war den Hannberger Schülern anzumerken, denn die jungen Ugander spielen barfuß.

Reif und Reinmann erklärten den Kindern die Lebensverhältnisse in Uganda. Die Kinder dort würden ganz anders aufwachsen und viele Annehmlichkeiten nicht haben. Nicht alle Klassenzimmer haben Tische und Bänke, sondern die Kinder sitzen auf dem Boden und als Tafel dient ein großes Holzbrett. Ansonsten seien die Kinder in Uganda genauso neugierig wie in Deutschland und würden gerne in die Schule gehen, was Stefan Reinmann einige ungläubige Blicke einbrachte.

Bäume in der Hannberg-Street
Vor vier Jahren wurden mit Hannberger Unterstützung Bäume für eine Allee gepflanzt. Diese Allee bekam den Namen "Hannberg-Street", und Bürgermeister Rehder hatte dazu ein passendes Geschenk mitgebracht. "Wenn es eine Hannberg-Street gibt und Jungs in Heßdorfer Trikots spielen, dann gehört auch die passende Fahne dazu", erklärte der Bürgermeister und überreichte eine Heßdorfer Gemeindefahne. Zum Abschluss der Schulstunde wurde natürlich getrommelt, was nicht nur den ugandischen Gästen Spaß machte, sondern auch den Kindern, die den Rhythmus schnell beherrschten.