Dass die Hannberger es verstehen zu feiern und was auf die Beine stellen können, bewiesen sie beim 950. Jubiläum am Wochenende. Unter dem Motto: "Der Handwerker & Kultur-Marktplatz" feierte der Heßdorfer Ortsteil Hannberg seine erste urkundliche Erwähnung vor 950 Jahren. Im alten Dorfkern und um die Wehrkirche stellten sich alte Handwerksberufe ebenso vor, wie die neue und alte Landtechnik auf dem Friedhofparkplatz und auf der Bühne im Baumüllerhof gab es beste Unterhaltung und an Ständen wurden die Besucher mit kulinarischen Angeboten verwöhnt.

Eine besondere Aufmerksamkeit galt auch den beiden Marienfiguren die leihweise aus Hammerbach und Nürnberg in der Ölbergkapelle zu bewundern waren. So die Pieta aus Hammerbach, das frühere Gnadenbild und die "thronende Maria mit dem Kind" standen bei der Eröffnungsandacht im Mittelpunkt des Interesses. Bereits am Freitag starteten die Festlichkeiten mit der Band "Motion Sound" sowie "Trip Down Memory Lane" als Vorband.
Der Start am Wochenende fand am Samstag mit einem Jazz-Frühstück im Baumüllerhof und fränkischen Gstanzl'n und der Gruppe "Evergreen Swingtett" statt. Dann startete auch die Kinderrallye im Innenhof der Wehranlage, und rund um die Kirche begann das bunte Marktplatztreiben. Die Ölberg-Kapelle öffnete ihre Pforten. Im Johannes-Zimmer der Wehranlage gab's über zwei Tage eine interessante Ausstellung heimischer Künstler und in einem Don-Bosco-Saal eine Bilderausstellung der Schulkinder, zugleich startete auch ein Kindermalwettbewerb.

Von Leitern bis zur Teichwirtschaft
Auf großes Interesse stießen auch die Führungen der historischen Kelleranlage am Kellerberg, um die sich so manche Legenden ranken. Schließlich konnte auch dem Schmied Georg Götz über die Schulter geschaut werden und im Hof von Norbert und Hans Mirschberger war die Fertigung von Holzleitern zu bewundern. Bei der Ausstellung im Hof von Andreas und Karola Dengler zur Teichwirtschaft wurde ein weiterer wichtiger Erwerbszweig vorgestellt. Wie überhaupt den landwirtschaftlichen Betrieben eine große Plattform gegeben wurde, so mit einer alten Dreschmaschine ebenso wie dem modernsten Maishäcksler, Landmaschinen und Traktoren in nahezu allen Ausführungen.

Stars am Samstag waren aber vor allem die Kinder des Kindergartens, sie spielten nämlich mit großer Begeisterung auf der Bühne das Mittelalter nach. Auf dem Markplatz präsentierte die Familie Windisch alles Wissenswertes um den Kren und der Dechsendorfer Heimatverein machte Butter so wie früher und die Dechsendorfer Frauen zeigten auch die Kunst des Spinnens mit Spinnrädern. Natürlich war auch ein Imker vertreten. Trachten konnten anprobiert werden. Die Mädchen taten das mit sichtbarer Freude und posierten vor der Kamera, aber die Buben schienen davon weniger begeistert. Wie an den Autokennzeichen unschwer zu erkennen war, kamen die Besucher nicht nur aus dem Seebachgrund oder dem Landkreis, sondern aus der gesamten Region. Aber die weiteste Anreise hatten zweifelsohne der katholische Pfarrer Father Peter Ssenkaayi und der Leiter der ländlichen Entwicklungsorganisation Caritas Maddo Aloysius Bunnya in der Diözese Masak aus Uganda. Die Partnerschaft in die Pfarrei Mbrizi in Uganda besteht seit 1995.