Der Bebauungsplan "Niederlindach-Ost" passt nicht mehr in die heutige Zeit und wird weitgehend den Bebauungswünschen angepasst, dies beschloss der Heßdorfer Gemeinderat bei seiner letzten Sitzung. Anlass der Änderung war ein Antrag von Grundstückseigentümern des Heßdorfer Ortsteiles.

Im Bebauungsplan sind Satteldächer vorgeschrieben, eine Dachform die außerhalb des Kernortes und in Neubausiedlungen nicht mehr in die heutige Zeit passt. Die Antragsteller planen eine Bauweise im Toskana-Stil und auch andere Dachformen, Änderungen wünschen sie zudem bei der Zahl der Vollgeschosse und der Dachneigung.


Bauwillige haben freie Hand

Die Mehrheit des Gemeinderates plädierte für eine Änderung des Bebauungsplanes und damit für eine Zulassung verschiedener Dachformen.
Die Zulassung von Flachdächern lehnte Bürgermeister Horst Rehder (BB) anfangs ab, ließ sich aber in der Diskussion überzeugen, den Bauwilligen möglichst viele Freiheiten zu geben. Die Änderungen der Bebauungspläne Niederlindach-Ost der Teilbereiche B und C betreffen die Zahl der Vollgeschosse und damit die Traufhöhe sowie die Dachneigung. Als Dachformen werden Satteldächer und Walmdächer sowie Flachdächer zugelassen. Zudem wird die westliche Baugrenze auf einen Mindestabstand von drei Meter zu den bestehenden Grundstücksgrenzen geändert. Das Büro Stadt & Land aus Neustadt/Aisch wird beauftragt, einen entsprechenden Bebauungsplanänderungsentwurf zu erstellen, die Kosten der Änderungen trägt die Gemeinde.

Die Chancen von Christina und Werner Goller zur Errichtung eines Einfamilienhauses in Hannberg stehen gut, obwohl sich das als Garten genutzte Grundstück im Außenbereich befindet. Eine Bebauung ist allerdings nur im Rahmen einer Bauleitplanung zulässig. In vergleichbaren Fällen wurde die Bauleitplanung auf Kosten der jeweiligen Antragsteller durchgeführt. Die Gemeinde ist jedenfalls grundsätzlich bereit, im Rahmen einer Bauleitplanung das Baurecht auszuweisen. Auch die weiteren Bauanträge, wie die Genehmigung eines bereits errichteten Wintergartens und die Errichtung einer Dachgaube, wurden befürwortet.

Eine kurze Diskussion gab es zu einer Bauvoranfrage aus Hannberg: Ein Grundstückseigentümer beabsichtigt, einen Teil des früheren landwirtschaftlichen Hofgrundstücks an der Raiffeisenstraße zu verwerten. Zwei Investoren interessieren sich dafür und möchten Wohnhäuser errichten. Die Firma Seiffert möchte vier Doppelhauseinheiten und die Firma Friedrich zwölf Reihenhäuser errichten. Das Landratsamt fordert dafür einen Bebauungsplan und für die Gemeinde stellt sich die Frage, welche Art der verdichteten Bebauung seitens der Gemeinde befürwortet wird.

Nach kurzer Diskussion entschied sich der Gemeinderat für die Doppelhauseinheiten, auf dem Grundstück können aber auch Einzelhäuser errichtet werden. Bei der Stellplatzfrage wurde auch die Forderung laut, für die Gemeinde Heßdorf eine Stellplatzsatzung auszuarbeiten, da die parkenden Fahrzeuge in den Wohnstraßen immer mehr zunehmen.