Nach einer überzeugenden Vorrunde geht die Mission "Wiederaufstieg in die Bayernliga" des Höchstadter Eishockeyclubs jetzt in die entscheidende Phase. Und gerade in dieser Zeit versetzen Übeltäter dem Verein einen herben Schlag abseits der Eisfläche: Hacker sprengten die Homepage der "Alligators".
Die Informations- und Diskussionsplattform des Vereins ist seit Tagen lahm gelegt. Das Organisieren von Fanbussen für die letzten Auswärtsspiele muss jetzt anderweitig bewerkstelligt werden, im Forum ist kein Meinungsaustausch mehr möglich. Wer sich über das Abschneiden der Nachwuchsmannschaften informieren und die ausführlichen Berichte lesen möchte, hat Pech gehabt.

"Wir haben die Seite sofort vom Netz genommen", sagt HEC-Administrator Moy Fischer, nachdem man den Schaden erkannt hatte. Was internationalen Konzernen ebenso passiert wie kleineren Firmen, hat jetzt auch den HEC erwischt.
"Wir sind Opfer eines Hacker-Angriffs geworden", muss Fischer eingestehen. Der Täter habe es auf die Alligators abgesehen gehabt und in den HTML-Dateien der Homepage einen Trojaner installiert. Der Hacker knackte den Server des Providers.

Das besonders Ärgerliche dabei ist für Moy Fischer: "Jeder, der sich mit der infizierten HEC-Seite verbunden hat, wurde nach Polen auf eine polnische Adresse weitergeleitet und hat sich von dort weitere Trojaner und Viren heruntergeladen." Wer ein aktuelles Virenschutzprogramm auf seinem PC hat, brauchte sich keine Sorgen zu machen. Sie müssten Alarm geschlagen und geblockt haben, ist sich Moy Fischer sicher. Der HEC-Administrator kann allen Internet-Nutzern nur raten, sicheren Virenschutz zu verwenden.


Teure Desinfektion



Mit diesem Hacker-Angriff ist die vielen Fans vertraute HEC-Homepage wohl Vergangenheit. Laut Moy Fischer gäbe es zwar die Möglichkeit, die Internetseite zu "desinfizieren", dies wäre aber relativ teuer und würde nicht ausschließen, dass Hacker darauf erneut ihr Unwesen treiben.

Mit Hochdruck wird beim HEC jetzt daran gearbeitet, eine komplett neue Homepage aufzubauen, die sicherheitstechnisch auf dem neuesten Stand ist. "Wir hatten das für den Sommer sowieso geplant und werden es jetzt vorziehen", kündigt Fischer an. Geklärt werden muss dabei noch, welche Daten von der alten HEC-Seite übernommen werden können und was speziell aus dem Forum verwendet werden kann.

Wer hinter dem Angriff im Netz steckt, wird wohl nie ans Tageslicht kommen. Für die Fans ist der Zeitpunkt einfach besonders ärgerlich, geht es doch jetzt für das Landesligateam in die Endphase des Aufstiegskampfes.

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