Eine frohe Botschaft für die Christen beider Konfessionen zur Weihnachtszeit: Es dürfen trotz Corona-Lockdown nicht nur Gottesdienste stattfinden, es sind auch mehr als sonst. Das teilt der katholische Pfarrer Helmut Hetzel mit. Er vertritt den Seelsorgebereich Aurach-Seebachgrund und hat sich mit Oliver Schürrle von der evangelischen Pfarrei abgestimmt.

"Trotz erheblicher Einschränkungen, mit Genehmigung der entsprechenden Behörde des Landratsamtes und unter Einhaltung aller gesetzlichen und dem Hygienekonzept entsprechenden Regeln werden nach aktuellem Stand Gottesdienste in beiden Kirchen über die Weihnachtsfeiertage stattfinden", schreibt Hetzel in einer Pressemitteilung.

Die Christmette respektive die Christvesper an Heilig Abend finden demnach im Weihersbach statt, um 18 Uhr für die evangelischen Gläubigen und um 19.30 Uhr für die Katholiken. Und von 22 bis 22.15 Uhr werden alle Kirchenglocken in Herzogenaurach läuten, als Symbol für die Christmette.

Neu sind am 24. Dezember in diesem Jahr Christmetten in den Gotteshäusern zusätzlich bereits um 17 Uhr, das betrifft auf katholischer Seite St. Magdalena. St. Otto und St. Josef Niederndorf für das Stadtgebiet Herzogenaurach sowie Weisendorf und Hannberg. Die evangelische Kirchengemeinde hält auch ihre 17-Uhr-Vesper im Weihersbach.

Am 24. Dezember finden nachmittags auch Feiern für die Kinder statt, teils innen, teils außen. Am ersten und zweiten Feiertag wird ausschließlich in den Kirchen gefeiert. Mit einer Ausnahme: Am 26. Dezember um 16 Uhr findet neben der Kirche in Oberreichenbach eine evangelische Dorfweihnacht statt

Für die katholische Christmette an Heiligabend im Weihersbach sind 300 Besucher zugelassen. 200 Anmeldungen habe man hierfür bereits, sagte Helmut Hetzel auf Anfrage des FT. Man habe sich für diesen Openair-Standort entschieden, weil man mehr Teilnehmer erreichen könne. Mit dem Landratsamt sei das alles abgesprochen.

Anmeldung erforderlich

Es müssen jedoch verschiedene Auflagen eingehalten und Bedingungen erfüllt sein, berichtet Hetzel weiter. So ist aufgrund der derzeitigen Situation eine Anmeldung für die einzelnen Gottesdienste erforderlich. Zu den evangelischen Gottesdiensten geht die Anmeldung über die Homepage (www.herzogenaurach-evangelisch.de); für die katholischen Gottesdienste per Mail (seelsorgebereich.herzogenaurach@erzbistum-bamberg.de) oder über Anruf im Pfarrbüro (09132/836210).Teilnehmer bekommen jeweils eine Platznummer zugewiesen, dessen Platz sie ausschließlich einnehmen dürfen. Am Freitagnachmittag war Hetzel in der Stadtpfarrkirche dabei, die Plätze mit den Nummernzetteln zu versehen.

In allen Gottesdiensten, so teilt Hetzel weiter mit, gibt es keinen Gemeindegesang, jedoch wird instrumentale Musik mit Sologesang oder kleinen Ensembles angeboten. "So werden Sie sicher auch die bekannten Weihnachtslieder hören", schreibt er. Während aller Gottesdienste und vor den Kirchen ist Mund-Nasen-Schutz zu tragen, ebenso sei der Abstand von mindestens 1,5 Meter unbedingt einzuhalten.

Letztlich richtet der Pfarrer, auch im Namen seines evangelischen Kollegen, noch ein direktes Wort an die Christen: "Trotz aller Umstände und Einschränkungen freuen wir uns in ökumenischer Verbundenheit mit allen zusammen auf ein gutes, friedvolles und von Gottes Gegenwart durchdrungenes Weihnachtsfest".