Vertreter aus sozialen und gesellschaftlichen Bereichen trafen sich am Dienstagabend zu einem zweiten Gedankenaustausch über die Aufgaben der Stadt beim Modellprojekt "Gesunde Gemeinden in einem gesunden Landkreis" des bayerischen Gesundheitsministeriums. Der Landkreis Erlangen-Höchstadt nimmt mit seinen Gemeinden Baiersdorf, Eckental, Heroldsberg, Herzogenaurach und Höchstadt an der Initiative teil.

Auch diesmal war das Interesse an der Veranstaltung sehr groß. Es nahmen Vertreter von Schulen, Kindergärten, medizinischen Einrichtungen, des BRK, der AOK, der VHS ebenso teil wie Vertreter der Senioren-Beiräte, der Behindertenverbände, kirchlicher und sozialer Einrichtungen. Eingeladen hatte Bürgermeister Gerald Brehm (Junge Liste).

Brehm sagte eingangs: "Es ist uns ein Anliegen, diese Aktion als Stadt zu begleiten, sodass das Konzept in Höchstadt nachhaltig wirkt und viel Interesse findet." Er kündigte an, dass es dieses Jahr einen "Gesundheitstag" geben soll, um die Angebotsstruktur der Stadt auf diesem Gebiet weiter zu optimieren. In der Vergangenheit sei zum Beispiel bei der Suchtpräventation erfolgreich zusammengearbeitet worden.

Öffentlichkeit informieren

Eine Arbeitsgruppe habe sich mit diesem Thema auseinander gesetzt und Maßnahmen zur Förderung der seelischen Gesundheit in Höchstadt konzipiert, berichtete Brehm. Aktuell startet die Aktion "10 Schritte zur seelischen Gesundheit". Dazu wird eine Artikelserie im Höchstadter Amtsblatt den Bürgern der Stadt einfache, alltagspraktische Möglichkeiten zur Erhaltung der inneren Balance aufzeigen. Eine Plakat-Aktion in öffentlichen Räumen soll ebenfalls mit den oben genanten "10 Schritten" bekanntmachen.

Die Koordinatorin des Landratsamtes, Anja Langer, gab anschließend einen Überblick zum aktuellen Stand des Projektes in Höchstadt. Die Planung der nächsten Schritte war Anlass für eine rege und interessante Diskussion. Ziel war, ein gemeinsames Konzept der Gesundheitsförderung in Höchstadt zu erstellen. Die psychische Gesundheit soll in den Mittelpunkt gerückt und mit geeigneten Maßnahmen gefördert werden. Ausgehend von dem bereits guten Angebot in der Stadt zur Gesundheitsförderung will man sich stärker sozial benachteiligten Menschen zuwenden. Künftig sollen sich die Bürger darüber noch besser auch im Internet informieren können. Zu diesem Zweck ist die Stadt-Homepage mit www.gesund-erh.de verlinkt.

Weitere Schwerpunkte der Diskussion waren Themen wie "Mehr Bewegung auf dem Schulweg", Schaffung eines Helfernetzwerkes für sozial Benachteiligte" besonders unter dem Gesichtspunkt "Migranten".

Jetzt sind alle gefragt

Die "Ehrenamtbörse" könne hier eine wichtige Rolle spielen, war die Meinung. Volkshochschule, AOK, medizinische, sportliche und kulturelle Einrichtungen der Stadt könnten wesentlich zur Stärkung des Wir-Gefühls und der Solidarität beitragen, kamen Vorschläge aus der Versammlung. Das Forum zur Gesunderhaltung ruft außerdem alle Bürger der Stadt auf, über weitere Schwerpunkte nachzudenken und die Ergebnisse und Ideen den entsprechenden Arbeitsgruppen bei der Stadtverwaltung zuzuleiten. Zur Kontaktaufnahme kann man auch die Online-Präsentation www.gesund-erh.de nutzen. Die Bevölkerung von Höchstadt ist ausdrücklich aufgefordert, mitzuhelfen und teilzunehmen an den Aktionen zur Gesunderhaltung.