Historische Bilder kombiniert mit persönlichen Einrücken - auch in diesem Jahr ist das wieder das Erfolgsgeheimnis des Herzogenauracher Heimatkalenders. Gestern wurde die 31. Auflage mit dem Untertitel "Das Original von Helmut Fischer" im Rathaus präsentiert.

Initiiert vom Heimatverein Herzogenaurach e. V. ist auch dieses Jahr wieder ein Kalender entstanden, der Herzogenauracher Geschichte lebt. "Besonders hervorzuheben ist die persönliche Note des Kalenders, denn dieses Jahr sind viele Menschen abgebildet, was in den Jahren zuvor nicht immer der Fall war", erklärt Helmut Fischer vom Redaktionsteam. Zusammen mit Christian Kindler, der für die Öffentlichkeitsarbeit und den Vertrieb zuständig ist, und Wilfried Büttner, der sich um das Layout kümmert, stellte er den Kalender in aller Ausführlichkeit vor.

Auch Bürgermeister German Hacker (SPD) zeigte sich beeindruckt von den diesjährigen Motiven und nannte die Notwendigkeit eines guten Foto-Archivs als ausschlaggebend für den Erfolg des Kalenders. "Die Herzogenauracher lieben historische Bilder, denn nur so erklärt sich das rege Interesse an den historischen Aufnahmen seit Jahren", meint Helmut Fischer.

Die Auflage beträgt 3000 Stück und ist ab Freitag für 6,90 Euro käuflich zu erwerben. Ein ideales Weihnachtsgeschenk also und ein Stück gelebte Geschichte für das Wohnzimmer. Interessant ist das Motiv des Monates Mai, welches den 1. FC Herzogenaurach bei seiner Gründung im Jahr 1916 vor der alten Dassler-Schuhfabrik zeigt. 2016 steht demnach das 100-jährige Jubiläum des Fußballvereins an, der Kalender erinnert an die Anfänge des Vereins inmitten des Ersten Weltkrieges. "Es ist immer wieder erfreulich, dass auch Privatpersonen auf uns zukommen und uns historische Aufnahmen überlassen, die sie selbst nicht mehr brauchen. Nur so kann die Tradition des Kalenders weitergeführt werden", sagt Christian Kindler. Auch die Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv klappe wunderbar und so sind zwölf historische Bilder zwischen 1903 und 1970 herausgesucht worden, die den Inhalt des Heimatkalenders von 2016 bilden und so ein Stück Herzogenauracher Geschichte in die Gegenwart tragen.