So besuchte Generalrat Rudolf Knopp für mehrere Tage auch die Einrichtung für Menschen mit Behinderung der Barmherzigen Brüder Gremsdorf, um nicht nur zu kontrollieren, sondern den Mitarbeitern und Bewohnern auch immer wieder positiven und aufmunternden Zuspruch zu geben. Schließlich traf auch der oberste Vertreter des Ordens weltweit, Generalprior Jesú Etayo Arrondo, in Gremsdorf ein. In seiner Begleitung war neben Frater Rudolf Knopp auch Provinzial Frater Benedikt Hau, heißt es in einem Pressebericht der Gremsdorfer Einrichtung.
Wie Pater Jesús Etayo selbst erzählte, gehören momentan rund 1100 Brüder der Ordensgemeinschaft an. 60 000 weltliche Mitarbeiter sind in 400 Einrichtungen weltweit, auf allen fünf Kontinenten, beschäftigt.
Auch er besuchte in Gremsdorf Wohnheime, Werk- und Therapiestätten und zeigte sich schließlich "hoch zufrieden".

Lob vom Ordensoberen

Im Gottesdienst, zelebriert von Dekan Kilian Kemmer, sprach der aus Spanien stammende und als Ordensobere von Rom aus wirkende Generalprior von dem "sehr guten Eindruck", den er von der gesamten Einrichtung samt ihren Mitarbeitern, Bewohnern und Beschäftigten gewinnen konnte. Ihm sei neben der "großen Professionalität" auch eine "äußerst spürbare Menschlichkeit" aufgefallen. Das Erbe des Ordensvater Johannes von Gott, "das Herz befehle", existiere vor Ort nicht nur in Worten, sondern auch in Taten, sagte der Ordenspriester.
Er ermutigte die Mitarbeiter, auch weiterhin als "offene Familie" zu wirken, in der alle "Schutzbedürftigen, ohne Ausnahme und Einschränkung", Aufnahme finden könnten. Am wichtigsten sei jedoch, jederzeit darauf zu achten, dass in der Einrichtung der Mensch immer im Mittelpunkt allen Handelns stehe.
Pater Generalrat Rudolf Knopp vergaß nicht zu erwähnen, dass der Orden der Barmherzigen Brüder erst vor Kurzem vom europäischen Parlament für sein großes soziales und karitatives Wirken den "Europäischen Bürgerpreis" verliehen bekommen habe.
Dass das "Saatgut", welches der heilige Johannes von Gott vor rund 500 Jahren ausgebracht hatte, noch heute, auch in der Gremsdorfer Einrichtung für Menschen mit Behinderung, reiche Frucht trage, davon könne er sich bei seinen regelmäßigen Besuchen immer wieder persönlich überzeugen, merkte Dekan Kilian Kemmer lobend an.
Am Ende des offiziellen Besuchs trug sich Pater Generalprior Jesús Etayo Arrondo nicht nur in das Goldene Buch der Barmherzigen Brüder Gremsdorf ein, sondern auch in das der Gemeinde, welches Bürgermeister Norbert Walter (CSU) mitgebracht hatte.
Geschäftsführer Günther Allinger bedankte sich schließlich bei dem hohen Besucher aus Rom vor allem auch dafür, dass der Generalprior bei seinem Visitationsgang auch immer wieder positive und ermutigende Worte gefunden habe. red