Immer wieder blickte die Vorsitzende der Seebesgründer Trachtengruppe, Cäcilia Paulus, etwas besorgt nach oben. "Das Wetter wird doch hoffentlich noch etwas aushalten. Wenn's regnet, gehen die Leute doch nicht aus dem Haus", meinte die Vorsitzende. Ihre Sorgen waren aber unbegründet, denn pünktlich zu Beginn der Waldweihnacht an der Hubertuskapelle strömten die Besucher aus Richtung Großenseebach.
Die Mitglieder der Trachtengruppe und die freiwilligen Helfer hatten sich viel Arbeit gemacht. Tische und Bänke bestanden aus Strohballen, die Waldwiese war ebenfalls mit Stroh gestreut und der Boden somit nicht matschig. Am Waldrand waren die Stände mit Essen und Getränke aufgebaut, in großen Kesseln und auf offenem Feuer dampften Glühwein und Kinderpunsch.

Regentropfen störten nicht

Die knisternden Feuerkörbe, Schwedenfeuer und zahlreichen Kerzen rings um die Kapelle sowie das Programm schufen eine besondere Atmosphäre. Ein paar Regentropfen, die ab und zu vom Himmel kamen, machten den Kindern sowieso nichts aus und die Erwachsenen hatten vorsichtshalber Regenschirme mitgebracht.

"Diese Veranstaltung ist mittlerweile ein Anziehungspunkt für den gesamten Seebachgrund und darüber hinaus", erklärte Bürgermeister Bernhard Seeberger (FW). Der Dank des Bürgermeisters ging besonders an die sehr rührige Vorsitzende Cäcilia Paulus, den "Motor bei der Trachtengruppe", sowie an die Helfer, die die Waldlichtung dekoriert und alles vorbereitet haben. Denn es war nicht nur eine Zusammenkunft mit Glühwein, Plätzchen und Bratwürsten, sondern schon etwas mehr.

Wie schon in den Vorjahren wurde für die Kinder ein Streichelzoo mit Eseln, Ziege und Schafen eingerichtet. So viel Heu und Stroh konnten die Tiere gar nicht fressen, wie ihnen von den Kindern hingehalten wurde.

Gumbmann war der Stifter

Nach einigen weihnachtlichen Weisen der Bläsergruppe hatten die Kleinen des Kindergartens ihren großen Auftritt. Ausgerüstet mit Triangeln gaben sie "Kling, Glöckchen, kling" zum Besten und drehten anschließend mit der Pferdekutsche eine Runde durch den Wald. Die Besucher wurden von einer Bläsergruppe, Alphornbläsern und einer Saxofongruppe unterhalten. Unter den Gästen war auch der Niederndorfer Adam Gumbmann mit seiner Frau Heidi. Der ehemalige Bauunternehmer hatte die Kapelle gestiftet, deren Grundstein am 1. August 1981 gelegt wurde und dem Heiligen Hubertus geweiht ist.

Zu einer besonderen Stimmung trug in der Hubertus-Kapelle auch die Seebesgründer Dorfmusik bei, die sich um den Altar gruppierte und weihnachtliche Weisen spielte. Das Programm, die knisternden Feuer und die Strohbänke ließen weihnachtliche Stimmung und eine gewisse Ruhe aufkommen und der Schnee wurde gar nicht vermisst.