Die Verzögerung beim Bau der neuen Doppelturnhalle zwischen Berg- und Kerschensteiner Straße macht es möglich: Im Höchstadter Freibad sollen in diesem Jahr die Sanierungsarbeiten anlaufen. Einstimmig beschloss der Stadtrat am Montagabend, das in einem ersten Bauabschnitt auf zwei Millionen Euro veranschlagte Projekt im Herbst zu starten.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise habe die Stadt gut überstanden und nun auch wieder finanzielle Mittel, um investieren zu können, stellt Bürgermeister Gerald Brehm (JL) fest. Sehr gelegen komme der Stadt dabei, dass sich der Bau der städtischen Turnhalle laut Brehm "um zwei bis drei Jahre" verschiebt. Zu der Verzögerung kommt es, weil der Landkreis in dem alten Grundschulgebäude, das für die Sporthalle weichen sollte, vorübergehend Gymnasiasten einquartiert.


Seit Jahren auf der Tagesordnung



Mit den für die Turnhalle eingeplanten Mitteln soll jetzt erst einmal das Freibad aufgemöbelt werden. Schon seit Jahren steht eine Generalsanierung des 1978 eingeweihten Wellenbades auf der Tagesordnung. Es wurde geplant, Ausschüsse und Stadtrat fassten Beschlüsse, nur die Umsetzung wurde immer wieder vertagt - meist aus finanziellen Gründen.

Sofort nach der kommenden Freibadsaison soll nun aber im September mit der Sanierung des 50-Meter-Beckens begonnen werden. Dabei folgt der Stadtrat dem Wunsch der Beschäftigten und entschied sich für eine Auskleidung des gesamten Beckens mit Edelstahl. Einschließlich der Erneuerung des Rohrleitungssystems sind dafür 1,4 Millionen Euro veranschlagt - rund 160.000 Euro mehr als bei einer teilweisen Auskleidung des Beckens mit Folie.


Schutz vor Vandalismus



Die Räte erfüllten den Wunsch des Personals für die teurere Lösung. Betriebsleiter Hans-Peter Philipp sieht im Edelstahl einen besseren Schutz vor Vandalismus und auf Dauer niedrigere Folgekosten. In dem ersten Sanierungsabschnitt sollen auch noch 560.000 Euro in die Erneuerung der zentralen Badewassertechnik gesteckt werden.

Die Frage von Ute Salzner (CSU), ob die Stadt dafür mit Zuschüssen rechnen könne, verneinte Bürgermeister Brehm. Junge-Liste-Sprecher Michael Ulbrich sieht in dem Projekt eine Stärkung Höchstadts und ein Angebot an die Bevölkerung im Umland, das die Mittelzentrumsfunktion stärke.

Im Mai 2013 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und 2014 könnte laut Brehm dann die Verlegung und Neugestaltung des Kinderplanschbeckens folgen. Der Bürgermeister spricht von einer nachhaltigen Investition: "Die Stadt geht auf Expansion."