"Professionell und individuell, auch maßgeschneidert für Ihre Veranstaltung". Mit diesen Attributen werden die "Malediven", drei Frauen, die Musik und Literatur verbinden. Maßgeschneidert ist der Auftritt des Trios, das sich offiziell "MALeDIVEN" schreibt, für die politischen Frauen aus Herzogenaurach allemal. Denn diese haben die Künstlerinnen für die Veranstaltung zu ihrem Internationalen Frauentag verpflichtet.

Seit über 15 Jahren tun sich die politischen Frauen aus der Stadt quer durch die Parteien zusammen, um einmal im Jahr eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Das ist auch das Besondere daran: die "Überparteilichkeit" in der Zusammenarbeit, wie Ingrid Dresel-Fischer feststellt. Sie selbst gehört der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) innerhalb der SPD an. Mitorganisatoren sind Ruthild Schrepfer (CSU/Frauenunion) sowie Retta Müller-Schimmel, von den Grünen. Sie war zuletzt auch Bürgermeisterkandidatin ihrer Partei.

"Von Frauen für Frauen" lautet die Veranstaltung zum Internationalen Frauentag am Freitagabend, 8. März. Das Konzert wird im Martin-Luther-Haus stattfinden. In Herzogenaurach ist das Frauentrio "nicht ganz unbekannt". Vor zwei Jahren haben sie bereits zum Frauentag gespielt. Im vergangenen Jahr fiel das Ganze aus. Denn da gab es eine terminliche Überschneidung mit dem Auftritt des Orgelweltstars Barbara Dennerlein in der Stadtpfarrkirche. Und so haben sich die politischen Frauen damals entschlossen, zugunsten der Orgelreihe der Stadt zu verzichten.

Aktionen zum Frauentag "sind nach wie vor notwendig", erklärt Ruthild Schrepfer (CSU). Denn "noch immer ist nicht alles so gleich wie es sein sollte". Die Gleichstellung der Frau bleibt die Zielsetzung der Veranstaltungen. Aber es geht den Organisatorinnen nicht darum, das mit Reden und Debatten auszutragen, sondern den Teilnehmerinnen die Gelegenheit zu geben, ins Gespräch zu kommen. "Auch Männer sind gern gesehen", sagt Dresel-Fischer, diese "frechen Lieder für Frauen mit Begleitung" zu erleben.

Mit dem Erlös werden immer zwei Projekte gefördert. So geht ein Teil des Betrages stets in die Partnerstadt Kaya, um den Frauen dort zu helfen. Des Weiteren wird auch eine Aktion vor Ort unterstützt. Nach dem letzten Frauentag 2011 entschloss man sich, die Familienhilfe der Caritas zu unterstützen. Mehr als 600 Euro kamen da zusammen, berichtet Ingrid Dresel-Fischer. Wer in diesem Jahr auserwählt wird, muss noch festgelegt werden.