"Sie machen sich jetzt auf in eine neue Phase Ihres Lebens. Sie haben erst einmal Grund zur Freude, zum Feiern und auch mal eine Verschnaufpause einzulegen", sagte Schulleiter Martin Wirsching zu den Absolventen.
"Mut zur Veränderung sollten Sie haben", gab Landrat Alexander Tritthart (CSU) den Schülern mit auf den Weg. Den erfolgreichen Absolventen würden jetzt viele Türen offen stehen, denn die Firmen im Landkreis, ob mittelständische Unternehmen oder Großbetriebe, seien auf gut ausgebildete junge Leute angewiesen. Der Landrat hatte für die Jahrgangsbesten ebenso ein Geschenk dabei, wie zweite Bürgermeisterin Renate Schroff (SPD) für die Besten aus der Stadt Herzogenaurach.
Zum ersten Mal wurden bei der Feierstunde ein Abschlusslehrgang Mechatronik-Techniker verabschiedet und zum vierten Mal waren Schüler der Berufsschule plus und Fachschul-Absolventen dabei.
Die Berufsschule-plus-Absolventen sind drei Jahre lang während ihrer Ausbildungszeit wöchentlich an zwei Abenden in die Schule gegangen. Zusammen mit den Ausbildungsstunden im Betrieb und dem Abendunterricht waren 13 Stunden keine Seltenheit.
Auch die Fachschulabsolventen gingen einen vergleichbar anspruchsvollen Weg. Nach der mindestens einjährigen Berufstätigkeit in der Fertigungs- und der Elektrotechnik stellten sie sich der Herausforderung und besuchten zwei Jahre den Vollzeitunterricht in den beiden Fachschulen. Mit dem Ziel, die Weiterqualifizierung des staatlich geprüften Technikers zu erwerben.
"Ihnen allen gemeinsam ist, dass Sie vor Jahren ein Ziel anvisiert haben, das nicht den Standardweg, sondern einen besonderen anspruchsvollen Weg beschreibt. Und es hat sich gelohnt", gratulierte der Schulleiter den Absolventen. "Sie sind die Ältesten - die Großen - in unserem Schulzentrum. Sie haben Vorbildfunktion. In fachlicher, aber auch in menschlicher Hinsicht", erklärte Wirsching.
Sowohl der Schulleiter als auch der Landrat wiesen in ihren Ansprachen auf die erschwerten Bedingungen hin, denn in den vergangenen 14 Monaten lebten die Schüler Wand an Wand mit Asylbewerbern und Flüchtlingen. Dies stellte die Schülerschaft und die Schule insgesamt vor eine besondere Herausforderung. "Nach gut einem Jahr können wir mit Stolz sagen, dass wir immer auf den Zusammenhalt und das Verständnis unter den Schülern vertrauen konnten", erklärte Wirsching. Die Schüler hätten in ihrer Vorbildfunktion, gerade in Bezug auf die gemeinsame Aufgabe der Integration von jungen Menschen mit Fluchthintergrund, eine besondere Anerkennung für ihre Solidarität verdient.
Die Absolventen Matthias Heß (Fachschule für Maschinenbautechnik), Antonius Körner (Fachschule für Mechatroniktechnik) und Stefanie Eichler (Berufsschule plus) sprachen für die Absolventen und dankten der Schule sowie den Lehrkräften.

Die Jahrgangsbesten:
Berufsschule plus (20 Absolventen) Alexander Birkner, Markus Fenn

Fachschule für Maschinenbautechnik (30 Absolventen, zwei davon weiblich) Toni Amm, Martin Müller, Lukas Böhm, Thomas Barth, Marvin Eichner, Alexander Staudigel

Fachschule für Mechatroniktechnik (13 Absolventen) Pascal Benes, David Leupert, Alexander Müller

Fachabitur der Fachschulen Pascal Benes, David Leupert, Martin Müller, Thomas Barth