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Erlangen
Gewalt

In fränkischem ICE: Mann verletzt sieben Menschen

Auf einer ICE-Fahrt von Bamberg nach Nürnberg wurden insgesamt sieben Menschen verletzt. Ein junger Mann rastete total aus.
 
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Der Mann rastete auf der Zugfahrt aus. Symbolfoto: Peter Endig/dpa

Diese Zugfahrt hatten sich wohl alle Beteiligten anders vorgestellt. Am Freitagmittag (29. Mai 2020) flog ein Schwarzfahrer im ICE auf dem Weg von Bamberg nach Nürnberg auf. Im Anschluss verbarrikadierte er sich und verletzte insgesamt sieben Menschen. 

Nachdem eine Zugbegleiterin bemerkt hatte, dass der junge Mann kein Ticket besaß, schloss er sich in der Zugtoilette ein. Gemeinsam mit einer Kollegin forderte die "DB"-Angestellte den 19-Jährigen auf, herauszukommen. 

Im ICE nach Nürnberg: 19-Jähriger rastet aus 

Daraufhin öffnete er die Tür und ging in aggressiver Weise auf die beiden Frauen los. Er stieß sie beiseite, um zu flüchten. Zwei uniformierte Soldaten, die eigentlich Fahrgäste waren, bemerkten die Gemengelage und schritten ein. "Doch auch diese griff der renitente junge Mann an und stieß diese von sich", heißt es von Seiten der Bundespolizei.

Erst als drei Polizisten, die ebenfalls mit dem Zug fuhren, zur Hilfe eilten, konnte der 19-Jährige beruhigt werden. Im Bahnhof Erlangen angekommen, wagte der Mann erneut einen Fluchtversuch, der ebenfalls scheiterte. Polizeikräfte aus Bayern und Thüringen fesselten ihn auf dem Bahnsteig. Selbst dabei wehrte er sich noch teils heftig. 

Sieben Verletzte: Mann auf Bahnsteig in Erlangen gefesselt 

Insgesamt wurden durch den Vorfall sieben Menschen verletzt: Die Zugbegleiterinnen, Polizisten und Soldaten erlitten Prellungen und Schürfwunden. 

Die Behörden ermitteln nun gegen den jungen Mann. Ihm wird Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen.