Das Kneipen-Festival übertraf im zehnten Jahr alle Erwartungen. Die Organisatoren des "Herzo-Festivals" zogen schon weit vor der Halbzeit eine positive Bilanz. Das Festival war komplett ausverkauft und in den Kneipen und im Bus herrschte dann auch das entsprechende Gedränge. "Heut' ist Party im Städtla", skandierten gut gelaunte Besucher auf der Hauptstraße. Nach Meinung der Insider war es das bestbesuchte Festival der zehn Jahre, überall eine gute Stimmung. "Das ist so toll und wir werden alle Spielorte aufsuchen", meinten die beiden 21-jährigen Lara und Emily.

"A blöd´s Gschmarrie, a fetz´n Gaudi und "Good old an New Coverrock", versprachen die "Freibierg´sichter" im Ratskeller.
Und die Hobbyband "FBG", die sich 2004 gegründet hatte, hat sich zu einer richtigen Größe in der Coverrockszene entwickelt, die sich den Klassikern und aktuellen Songs der Rockgeschichte und Gegenwart verschrieben hat.

In der Pizzeria Italia stand "HorSTone" auf der Bühne, die Band wurde durch ihre Auftritte auf dem Nürnberger Volksfest und der Bergkirchweih bekannt, außerdem spielen sie regelmäßig im Erlanger "Klimperkasten". Ihr Repertoire umfasst Lieder von den Fünfzigern bis heute, deutsch, bayerisch, österreichisch und natürlich international. Meist sind sie zu fünft, doch es gibt sie auch im Duo, nach dem Motto "Horst und Horst". So entstand auch der Name des Duos.

Bekannte Namen

Mit "Rocktide" standen im Heaven drei bekannte Musiker auf der Bühne. Stephan Schumak (Leadguitar), Alberto Parmigiani an den Drums und dem Bassgitarristen Carlos Graca sind mit ihrem Classic Rock in Herzogenaurach keine Unbekannten. Die Band wurde 2009 gegründet und mit Schlagzeuglehrer und Musiker Alberto Parmigiani, gab es vor zwei Jahren eine Neubesetzung.

Die fränkische Coverband "Javelin" vorzustellen, ist genauso wie Wasser in die Aurach schütten. Denn es gibt nahezu kein Festzelt im Landkreis, in dem sie noch nicht auf der Bühne stand und wer "Javelin" kennt, der weiß, dass die Jungs Spaß und Energie in Ihre Shows einbringen. Im "Kreis´l " spielten sie unplugged.

"Roots T" sprang schon beim Herzo Festival im letzten Jahr kurzfristig ein und hatte Erfolg. Deshalb holte sich Wirt Thomas Emilius die Musiker wieder in den Bayerischen Hof. Bei Reggae, Soul und karibischer Lebensfreude sorgte "Roots T" auch in diesem Jahr für Begeisterung.

Zwischen den Spielorten fuhr der Shuttle-Bus, in dem Uwe Riedmüller mit seiner Gitarre für Stimmung sorgte. "Schade, dass es im Bus keine Bar gibt, dann könnte man einige Runden mitfahren", bedauerten die Mitfahrer immer mal wieder.

Nach zwei Jahren Pause, kamen "Courtin a Storm" aus England wieder ins Alte Backhaus, von Rockfans schon sehnsüchtig erwartet. Denn bei den fünf Musikern gibt es soliden Rock zum Abtanzen.

Auf vierzig Jahre Rockgeschichte setzte Klaus Römmelt in seinem Cafe am Marktplatz mit "Faded Glory", einer Band in klassischer Rockbesetzung. Die Musiker überzeugten mit wechselnd melodiösen und rauen Gitarrensounds und dem bestechenden Groove eines klassischen Schlagwerks.

Mit dem Solisten Klaus Redlingshöfer setzte "Espressovita" auf Songs und Balladen der 50er und 80er Jahre. Mit Flower Power und der neuen deutschen Welle und englische Klassik sorgte der Musiker auch in diesem Jahr wieder für die gute Stimmung.

Zufriedene Wirte

Allerfeinste Musik der 40er bis 60er Jahre gab es in der Herzo-Bar. Das "Duo Chabeso" aus Erlangen begeisterte mit Swing, Blues sowie jeder Menge Rock 'n' Roll Roll und es brauchte keine großen Verstärker oder Elektrogitarren. Das Duo sorgte für einen äußerst stimmungsgeladenen und abwechslungsreichen sowie gelungenen Abend und für ebenso zufriedene Gäste, wie einem zufriedenen Wirt.

Wie gut das Kneipenfestival angenommen wurde, darüber freuten sich auch die Organisatoren Jürgen Rissmann und Dietmar Goblirsch. "Das war das Beste, was wir je hatten", schwärmte Goblirsch, am Ende des Abends.