Wie es seinem Naturell entsprach, so hatte er bis zum Schluss gekämpft, hatte einem längeren Nierenleiden getrotzt, eine Fußamputation überstanden und letztlich den Kampf gegen weitere Krankheiten verloren. Im Januar hatten ihm seine Sportkameraden noch eine triumphale Feier zum 80. Geburtstag ausgerichtet und FC-Vorsitzender Walter Nussel hatte den nimmermüden Cluberer zum Ehrenmitglied ernannt.

Nun schwelgt die große FC-Familie in Erinnerungen an einen Aktiven und Funktionär, der für seinen Verein alles gegeben hatte. Franz Limmer war Schüler- und Jugendleiter (durch seine Hände ging auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus), war Trainer für beide Generationen, als Aktiver ein gefürchteter Linksaußen, Schiedsrichter, über 30 Jahre lang Spielleiter und Manager der erfolgreichen AH-Abteilung des 1. FC.
Er war sich nicht zu schade, als Betreuer für die Seniorenmannschaften einzuspringen oder gar als Platzwart zu agieren. Franz Limmer war ganz einfach "Mädchen für alles" und als Schiedsrichter reiste er bei seinen Auswärtseinsätzen sogar mit dem Fahrrad an.

Und dann war da auch noch Franz Limmer, die Stimmungskanone, die es stets aufs Neue verstand, die Aktiven bei Laune zu halten. Unvergessen sind die Ausflüge und die Abende mit seinen AH-Kameraden auf einer Hütte in den Tiroler Bergen, wo der Ehrenspielführer immer wieder auf seine Erfolgsbilanz verweisen konnte: In den letzten zwölf Jahren unter seiner Führung wurden 327 Spiele ausgetragen, davon wurden 256 gewonnen, bei einem Torverhältnis von 1112 : 511. Das war Rekord verdächtig und dazu machte Ehefrau Irmgard oft gute Miene zum langen Spiel.

Seine Angehörigen und die FC-Familie verabschieden sich am kommenden Donnerstag um 12.45 Uhr auf dem Westfriedhof in Nürnberg von ihm.


Klaus-Peter Gäbelein