Neben der rechtlichen Betreibssicherheit bietet dieses anaerobe Verfahren einen weitergehenden Abbau von organischen Stoffen im Klärschlamm; das ist ein Faktor, der bei der großen Menge industrieller Abwässer eine wichtige Rolle spielt, gleich ob sie aus der Bonbon- oder aus der Knoblauchproduktion stammen. Auch Fette sind unproblematisch, sie sind vielmehr ein besonders ertragreicher Gasgrundstoff. In einen anaeroben Faulturm könnte Adelsdorf hier anderen Kommunen unter die Arme greifen und dort anfallende Fettlasten übernehmen.

Die Faulturmanlage kostet etwa 2,3 Millionen Euro und wirkt sich laut Kämmerer Christian Jakobs nicht auf die Gebühren aus. Die Ersparnisse bei Strom und Klärschlammentsorgung halten sich die Waage mit den kalkulatorischen Kosten, die in die Gebührenberechnung einfließen dürfen. Das gab den Ausschlag im Rat, eine Faulturmanlage errichten zu lassen. 2015 wird sie geplant, 2016 soll sie gebaut werden.