Der Polsters Sepp, wie er schon beinahe weltweit bekannt ist, konnte vor Kurzem Kollegen, Mitarbeiter, Freunde und Verwandte ebenso begrüßen wie seine ehemaligen Fußball-Kollegen des 1. FCH. Für Polster eine besondere Freude war es, dass sein ehemaliger Mentor, der ebenso bekannte Franz Limmer, nach Haundorf gekommen war.

"Was ich nicht verbaut habe, wird heute verfeiert", meinte Polster schmunzelnd, schließlich hatte die Bäckersfamilie in den letzten Jahren kräftig an- und umgebaut. "Da wird's dann wohl nicht viel geben, schließlich ist der Sepp doch nur am Bauen", meldete sich eine Stimme aus dem Hintergrund und sorgte für einen Lacher.
In seiner Ansprache erinnerte Polster daran, dass es früher in Herzogenaurach über 20 Bäckereien gab und die Branche einem gewaltigen Wandel unterworfen war. Gleichwohl ermunterte der Haundorfer Bäcker seine Kollegen, nicht nachzulassen. "Stillstand ist Rückschritt", erklärte Polster.

Natürlich plauderte Polster auch ein bisschen aus dem "Nähkästchen" und aus der Vergangenheit, von seiner Leidenschaft zum Fußball und zum Bergsteigen und der Liebe zu seiner Frau Dagmar. "Als ich damals das hübsche Mädchen sah, war mir klar, diese muss es sein", erzählte Polster schmunzelnd.

Allerdings ging es nicht so schnell, wie er sich das vorstellte. "Fußball, Bergsteigen und Bäckerei waren nicht ihr Ding." So lief auch der erste Kinobesuch etwas anders als geplant, "ich durfte den Film aussuchen und wählte natürlich einen Actionfilm", erinnerte sich Polster. So wie es zu den damaligen Zeiten üblich war, ging man ins Kino, um zu schmusen, aber der Haundorfer wollte den Film anschauen.

Nicht mehr ganz so hoch hinaus

Irgendwie klappte es dann doch, das Paar hat mit Christian und Volkmar zwei Söhne, die sich in der Bäckerei engagieren. "Ich bin jetzt nur noch Bäcker", meinte Polster und dankte der Familie und seiner Frau mit einem Blumenstrauß.

Auch die höchsten Berge hat der Polsters Sepp etwas nach hinten gestellt, "wir verbringen herrliche Tage in den Gasteiner Bergen und verleben wunderschöne Stunden auf der Hütte", schwärmt Polster von seiner knappen Freizeit.

Polster hatte seine Geburtstagsgäste aufgefordert, keine Geschenke oder Blumen mitzubringen, sondern stattdessen den Hospizverein Herzogenaurach zu unterstützen. Die Vorsitzende Helga Lang hatte dann auch Gelegenheit, den Hospizverein und die Aufgaben der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen vorzustellen.