Die Polizei vermutet, dass die Explosion auf dem ehemaligen Truppenübungsgelände durch einen im Boden lagernden Sprengsatz verursacht wurde. Die Polizeiinspektion Erlangen-Land hatte das Waldgebiet zunächst zu Fuß und ab Donnerstagmittag mit einem Hubschrauber durchsucht, konnte jedoch die genaue Schadensstelle nicht ausmachen. Der Bundesforst führt nun eine Bodensuche durch.
Das Gelände im Tennenloher Forst wurde ab 1935 von der Wehrmacht als Truppenübungsplatz genutzt. Von 1945 bis 1993 nutzten US-Streitkräfte das Gelände für militärische Übungen, teilt das Landratsamt mit. Bis heute lagern immer noch Munition und Sprengkörper im Boden.
Aufgrund der vorhandenen Gefährdungslage warnt das Landratsamt nochmals ausdrücklich davor, das Gebiet außerhalb der befestigten, geschotterten Wege zu betreten. Auch Trampelpfade dürften nicht betreten werden. Ein entsprechendes Verbot gilt bereits seit März 1994. Seitdem weisen Warnschilder im gesamten Bereich des ehemaligen Truppenübungsplatzes Tennenlohe die Bevölkerung auf das Betretungsverbot hin.