Viel Beifall fand das abwechslungsreiche Musikprogramm der jungen Musikerinnen und Musiker beim Musik-Cocktail der Käthe-Zang-Sing- und Musikschule. Geboten wurde ein bunter Mix  aus verschiedenen Musikstilrichtungen, die von klassischen Werken über traditionelle Stücke bis hin zu modernen Rhythmen reichte.
"Nicht geschüttelt, nur gerührt", könnte man den Musik-Cocktail der jungen Schülerinnen und Schüler überschreiben. Es stand zwar nicht die Weihnachtszeit im Mittelpunkt, aber es waren immer wieder Weihnachtsmusik aus Europa sowie Stücke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Frédéric Chopin oder Elton John zu hören.
Das Erstaunliche: Die talentierten Musikschüler zeigten weder Lampenfieber noch ließen sie sich von den doch etwas aufgeregten Lehrkräften aus der Ruhe bringen.
Selbstsicher und abgeklärt gingen schon die Jüngsten mit Feuereifer an ihre Aufgabe präsentierten ihre Zutat zum Cocktail. Dass dann einige der jungen Interpreten ihr erstaunliches Können auch noch ohne Noten vortrugen, war dann auch keine wirkliche Überraschung mehr. Sie ließen hören, was sie in der Musikschule gelernt haben und was sie können.

Bürgermeister dabei

Dabei stellten die jungen Talente als Solisten oder im Duo sowie in Ensembles vor stolzen Eltern und nicht minder stolzen Lehrkräften ihr Können unter Beweis. Musikschulleiterin Margit Denk konnte im übervollen Musiksaal auch Bürgermeister auch German Hacker und die Vorstandschaft des Fördervereins begrüßen. Der Verein der Freunde und Förderer der Käthe-Zang-Sing- und Musikschule Herzogenaurach wurde 1998 gegründet und fördert das Ensemble-Spiel sowie Fortbildungsmaßnahmen und beschafft Leihinstrumente.
Dass Bürgermeister German Hacker und die Vorstandschaft des Fördervereins dem Konzert beiwohnten, hatte diesmal einen besonderen Grund. Der Vorsitzende des Fördervereins, Bernd Wüstner hatte für das Akkordeon-Orchester ein besonderes Weihnachtsgeschenk dabei. Die Gesichter der Orchestermitglieder strahlten, als Wüstner an Orchesterleiter Roland Baumann ein Bass-Akkordeon überreichte. Das Besondere an dem rund 5000 Euro teuren Instrument ist, dass es nur mit der rechten Tasten gespielt werden kann und auf der linken Seite keine Tasten hat. Das Bassakkordeon ist für die Erzeugung von tiefen Tönen konzipiert und somit besonders für Akkordeonorchester geeignet. Der Bürgermeister würdigte bei der Übergabe die Arbeit der Musikschule und des Fördervereins, der sich bei Veranstaltungen auch immer um die Bewirtung kümmert. "Erstaunlich wie viel Geld doch beim Gentränke- und Imbissverkauf in den Pausen so zusammen kommt", erklärte Hacker und beglückwünschte das Orchester zu dem besonderen Weihnachtsgeschenk.
Baumann erklärte auch, warum das Bass-Akkordeon für das Orchester so wichtig sei. So besitze die Musikschule zwar ein Bass-Akkordeon, aber "bei einem Konzert mit mehreren Akkordeonorchestern hatten wir den schlechtesten Bass, das lag aber nicht am Spieler, sondern am Instrument", erklärte Baumann. Denn es sei einfach verbraucht und "abgespielt" und auch nach einer Überholung könne es nicht mehr im Orchester eingesetzt werden.

Neues Bass-Akkordeon im Einsatz

Natürlich kamen die Zuhörer gleich in den Genuss des speziellen Akkordeons und bei dem Tango "Contrabajeando" von Astor Piazzolla stand das neue Instrument im Vordergrund. Bei dem Stück "Lied an den Mond" aus der Oper "Rusalka" von Antonín Dvořák (1841-1904) gab es eine Premiere. Erstmals spielte das Akkordeonorchester mit Uli Nix und ihrer Harfe zusammen und auch hier fügte sich der Bass gekonnt ein.
Die jüngsten Spieler gefielen den Zuhörern mit ihren Stücken und zeigten, wie gut es ist schon früh mit dem Musikunterricht zu beginnen. Die älteren Schüler zeigten, wie schöne es klingt, wenn man seinem Instrument über viele Jahre die Treue hält. Insgesamt war das Konzert durch die Vielfalt der Stücke und Instrumente ein wirkliches Hörerlebnis.