Erlangen
42. Erlanger Poetenfest

Erlanger Poetenfest rund um Schlossgarten startet am Donnerstag - mit Stargästen

Von Donnerstag bis Sonntag, 25. bis 28. August 2022, findet rund um den Erlanger Schlossgarten ein Literaturfestival statt. Das 42. Erlanger Poetenfest thematisiert dieses Jahr die aktuellen Herausforderungen der europäischen Politik.
Erlangen: Poesie und Politik - Literaturfestival rund um Schlossgarten startet am Donnerstag
Die Gespräche und Diskussionen des Poetenfests sind dieses Jahr vom Krieg in der Ukraine geprägt. Foto: Georg Pöhlein, Erlanger Poetenfest 2021

Spätsommer im Schlossgarten, Erlangen feiert den Auftakt zum deutschen Bücherherbst: Von Donnerstag bis Sonntag, 25. bis 28. August, findet das 42. Erlanger Poetenfest statt. Wie die Stadt Erlangen berichtet, werden über 100 Gäste in diesem Jahr erwartet. Nach zwei coronabedingten Sonderausgaben werde das Literaturfestival wieder in gewohnter Weise rund um den Schlossgarten veranstaltet.

Zum Auftakt präsentiere der Bayerische Rundfunk die Bayern 2-Nacht der Poesie im Markgrafentheater. An den langen Lesenachmittagen im Schlossgarten (27. und 28. August) würden im halbstündigen Rhythmus folgende Autoren und Autorinnen aus ihren Neuerscheinungen vortragen:

Fatma Aydemir, Thommie Bayer, Daniela Dröscher, Theresia Enzensberger, Alexa Hennig von Lange, Behzad Karim Khani, Abbas Khider, Martin Kordić, Shelly Kupferberg, Simone Lappert, die Gewinnerin des Ingeborg-Bachmann-Preises Ana Marwan, Jürgen Nendza, Katerina Poladjan, Ronja von Rönne, Slata Roschal, Julia Schoch, Stefanie vor Schulte, Gün Tank, Ernest Wichner und Judith Zander. Autorenporträts seien Helga Schubert und Norbert Gstrein gewidmet.

Die Gespräche und Diskussionen seien vom Krieg in der Ukraine geprägt, es gehe um mediale Vermittlung, neue Waffensysteme und Pazifismus, aber auch um neue Männerbilder und pandemische Lehren. Die traditionelle Sonntagsmatinee beschäftige sich mit Freiheit und Europa, das Aktuelle Podium mit dem Thema Verzicht.

Zu Sonderveranstaltungen kommen die Nobelpreisträgerin Herta Müller, der Journalist Can Dündar, der Schriftsteller Wladimir Kaminer sowie die Journalistin Petra Gerster und der Publizist Christian Nürnberger, die sich laut Stadt mit "diskriminierungsfreier Sprache und Identitätspolitik" befassen. Hinzu kämen Ausstellungen im Stadtmuseum, im Kunstverein und in der Galerie Ex-Pfeiffer.

In Zusammenarbeit mit den Lamm-Lichtspielen werde eine Reihe von Literaturverfilmungen gezeigt. Für Kinder und Familien gebe es Lesungen, die traditionelle Lesewiese und die Druckwerkstatt im Schlossgarten. Bei POEDU könnten Kinder in einer Werkstatt Gedichte schreiben und beim Poetenfest vortragen. Das Stadtmuseum biete zum Poetenfest-Wochenende ebenfalls Lesungen, Gespräche, Führungen und eine lyrisch-musikalische Sprachreise an (Info: www.erlangen.de/stadtmuseum).

Ein Handzettel mit der Programmübersicht sowie das ausführliche Programmheft lägen an den Vorverkaufsstellen und im Buchhandel der Region aus. Karten für die eintrittspflichtigen Veranstaltungen seien  an den bekannten Vorverkaufsstellen und online erhältlich. Ausführliche Informationen gibt es im Internet unter www.poetenfest-erlangen.de