Gleich zwei führende Persönlichkeiten des Uni-Klinikums Erlangen wurden für ihr besonderes Wirken mit dem Bayerischen Verdienstorden geehrt: Prof. Dr. Heinrich Iro, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Erlangen sowie Direktor der Hals-Nasen-Ohren-Klinik – Kopf- und Halschirurgie, und Prof. Dr. Yurdagül Zopf, Leiterin des Hector-Centers für Ernährung, Bewegung und Sport des Uni-Klinikums Erlangen. Das teilt die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit.

In der verlesenen Laudatio für Prof. Iro hieß es: „Prof. Dr. Heinrich Iro setzt sich als Arzt, Wissenschaftler und Hochschullehrer in herausragender Weise für die Medizin und die Gesundheit der Menschen ein. In seiner Amtszeit als Ärztlicher Direktor hat er das Universitätsklinikum Erlangen seit 2009 auf einen Spitzenplatz unter den deutschen Universitätsklinika geführt. Eine Leistung, die nicht nur aus Sicht der ihm anvertrauten Patienten Hochachtung verdient.“

Prof. Iro wurde 1956 in Saarbrücken geboren. Von 1975 bis 1981 studierte er Humanmedizin an der Universität des Saarlandes. 1981 folgte die Approbation als Arzt. Ein Jahr später legte Heinrich Iro das US-amerikanische Staatsexamen ab und wurde zum „Dr. med.“ promoviert. Im Anschluss an seinen Wehrdienst als Stabsarzt im Bundeswehrkrankenhaus Bad Zwischenahn arbeitete er zehn Jahre lang als Assistenzarzt der HNO-Klinik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).

In dieser Zeit legte Prof. Iro seine Prüfung als Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde ab und erwarb die Zusatzbezeichnungen „Plastische Operationen“, „Spezielle HNO-Chirurgie“ sowie später „Umweltmedizin“ und „Allergologie“. 1995 wurde er zum Professor für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde an der Universität des Saarlandes ernannt und zum Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums des Saarlandes. Im Jahr 2000 folgte er dem Ruf auf eine C4-Professur für HNO-Heilkunde an die FAU Erlangen-Nürnberg und übernahm die Leitung der Hals-Nasen-Ohren-Klinik – Kopf- und Halschirurgie am Uni-Klinikum Erlangen. Im Oktober 2004 wurde Prof. Iro zum stellvertretenden Ärztlichen Direktor bestellt, im Februar 2009 zum Ärztlichen Direktor. Im Juni 2020 bestimmte der Aufsichtsrat des Uni-Klinikums Erlangen unter Vorsitz des Bayerischen Staatsministers für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, Prof. Iro erneut ab 1. Januar 2021 für die Dauer von fünf Jahren zum Ärztlichen Direktor.

„Prof. Dr. Yurdagül Zopf hat seit 2013 die Professur für Klinische und Experimentelle Ernährungsmedizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg inne. Darüber hinaus leitet sie das Hector-Center für Ernährung, Bewegung und Sport am Universitätsklinikum Erlangen, wo neue Diagnose- und Therapieverfahren entwickelt und in der Arbeit mit den Patienten unmittelbar umgesetzt werden. Unter ihrer Leitung ist in Erlangen ein Exzellenzzentrum für Ernährungsmedizin mit überregionaler Strahlkraft entstanden“, hieß es in der Laudatio für Prof. Zopf.

Prof. Zopf wurde 1974 in Nürnberg geboren. Sie studierte von 1996 bis 2002 Humanmedizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 2003 erhielt Yurdagül Zopf die Approbation als Ärztin, 2010 legte sie ihre Facharztprüfung im Bereich Innere Medizin ab, drei Jahre später auch im Bereich Gastroenterologie. 2011 habilitierte sich Yurdagül Zopf im Fach Innere Medizin, seit 2013 hat sie die Stiftungsprofessur für Klinische und Experimentelle Ernährungsmedizin an der Medizinischen Klinik 1 – Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie des Uni-Klinikums Erlangen inne.

Damit war Prof. Zopf die erste Professorin für Klinische und Experimentelle Ernährungsmedizin in Süddeutschland. Nachdem Yurdagül Zopf das Ernährungsteam der Medizin 1 von 2006 bis 2010 stellvertretend geführt hatte, übernahm sie im Anschluss die Leitung. Seit 2017 ist Prof. Zopf zudem Leiterin des Hector-Centers für Ernährung, Bewegung und Sport. Dort erforschen und erproben sie und ihr Team ernährungs- und sportmedizinische Therapien bei Krebs, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Adipositas und Nahrungsmittelunverträglichkeiten.