• Erlangen: Falschparker blockieren "Hotspots" der Feuerwehr
  • Lebensretter kommen verspätet zum Einsatzort
  • Müssen Umwege "in Kauf nehmen": Einsatzleiter berichtet von "gravierenden" Zuständen
  • Neuer Bußgeldkatalog ab 09.11.2021: Falschparkern droht saftiges Bußgeld und mehr

Die Feuerwehr in Erlangen musste bei Probefahrten durch die Stadt feststellen, dass Autofahrer bekannte Hotspots in Erlangen zuparken, wie die Agentur News5 berichtet. Dies kann im Ernstfall schlimmste Folgen haben. Daher wurde auch der Bußgeldkatalog am 09. November 2021 angepasst - Falschparker müssen nun stärker in die Tasche greifen. Der Einsatzleiter der Feuerwehr Erlangen Christian Seitz meint dazu: "Manche Menschen müssen monetär erreicht werden". 

Falschparker blockieren Feuerwehr in Erlangen: Einsatzleiter berichtet von Verzögerungen

Der Einsatzleiter der Feuerwehr erklärt im Interview mit New5, dass die Feuerwehr regelmäßig mit der Straßenverkehrsbehörde und der Polizei Erlangen durch die Stadt fährt, um zu überprüfen, ob sie mit ihren Fahrzeugen durch die Straßen kommen.

Er betont, dass sich ihre Probefahrt "absolut in das Bild einreiht", das sie aus der Vergangenheit kennen. Es gäbe "gewisse Hotspots in der Stadt, in Stadtteilen, wo der Parkdruck noch höher ist, als in anderen Stadtteilen" und "wo wir [die Feuerwehr] nur verzögert zur Einsatzstelle kommen". Dies kann einerseits an "örtlichen Begebenheiten" liegen oder "aufgrund des Parkdruckes zu Verengungen" führen. Hier kann die Feuerwehr teilweise nur durch extremes langsames Fahren vorwärtskommen. 

"Gravierend ist, wenn man an einer Ecke gar nicht mehr weiterkommt, ohne, dass ein Verkehrshindernis entfernt wird oder, dass man umdrehen muss und einen Umweg in Kauf nehmen muss", sagt Seitz gegenüber News5.

Bußgeldkatalog deutlich verschärft: Feuerwehr befürwortet härtere Strafen

An einer Stelle in Erlangen kam es vor, dass die Polizei den Halter eines Fahrzeuges ermitteln musste, damit dieser sein Fahrzeug wegfährt. Anschließend konnte die Fahrt weitergesetzt werden, "allerdings mit zeitlichem Verzug".

Die Feuerwehr möchte alle Bürger für das Thema sensibilisieren und zum Umdenken bewegen. Seitz meint: "Derjenige, der auf emotionaler Ebene nicht erreicht werden kann, kann vielleicht monetär erreicht werden."

Das Zuparken von Feuerwehrzufahrten, wenn Rettungsfahrzeuge behindert werden, jetzt mit 100 Euro und einem Punkt geahndet, wie der ADAC berichtet.

Zum Weiterlesen: So teuer wird es jetzt für Raser, Falschparker & Co. - neuer Bußgeldkatalog tritt in Kraft

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