Eine ganz normale Erlanger Familie: Zwischen Schrebergartenanlage und Zentralfriedhof wohnt Steffi Störzer, zusammen mit ihrem Mann und ihrem vierjährigen Sohn Nico. Eine ganz normale Familie - könnte man meinen, wäre da nicht die Krebserkrankung von Steffi, die die Familie seit der ersten Diagnose im Jahr 2016 komplett auf den Kopf gestellt hat. Und dies fast sogar im wörtlichen Sinn: Bei der Erkrankung handelt es sich um einen Tumor im Kopf der 30-jährigen Erlangerin. Ein bösartiger Hirntumor, der von den Ärzten als Glioblastom bezeichnet wird.

"Damals hatte ich mein erstes Schädel-MRT, eigentlich aufgrund von häufigen Migräneattacken, an etwas Schlimmeres dachte ich nicht", erinnert sich Steffi. Doch schnell wurde klar, dass das Schicksal die kleine Familie sehr hart traf. Ihr Sohn Nico war zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal ein Jahr alt. Steffi hatte große Angst, ihr Freund Patrik würde sie aufgrund der schrecklichen Diagnose verlassen, doch das tat er nicht. Im Gegenteil: Er machte ihr einen Heiratsantrag und noch vor der ersten Operation heirateten die beiden im kleinen Kreis.

Der Tumor war zurückgekehrt

Anschließend musste sich Steffi der Kopf-OP unterziehen, die glücklicherweise gut verlief. Auch das letzte Kontroll-MRT war noch völlig unauffällig. Doch Anfang dieses Jahres traten wiederum Symptome auf. Am Ostermontag stellte sich heraus: Der Tumor ist zurückgekehrt. Dann ging alles ganz schnell. Trotz der bereits laufenden Einschränkungen durch die Corona-Krise wurde ein kurzfristiger OP-Termin anberaumt. "Diesmal war das Risiko für bleibende Schäden durch die Operation größer, aber eine Wahl hatte ich nicht", weiß Steffi sehr genau, die vor ihrer eigenen Krebserkrankung zehn Jahre lang selbst auf der onkologischen Station der Klinik als Gesundheits- und Krankenpflegerin gearbeitet hatte und täglich Patienten mit Krebserkrankungen betreute.

"Wir geben nicht auf!" - so lautet das Motto der jungen Familie, obwohl es ein täglicher, kraftraubender Kampf ist, der an die Substanz der ganzen Familie geht. Zusätzlich belastete die Familie auch der Tod des Papas von Patrik sowie der Mama von Steffi. Beide verstarben im Zeitraum zwischen den beiden Operationen von Steffi, beide an Krebs. "Bei meiner Mama konnte ich dabei sein und ihre Hand halten, als sie starb, aber darüber werde ich vermutlich niemals hinwegkommen."

Bestrahlung birgt große Risiken

Obwohl auch die zweite Operation von Steffi gut verlief, wäre eine Weiterbehandlung notwendig. Doch eine Strahlenbehandlung birgt in ihrem Fall enorme Risiken, unter anderem Erblindung, Lähmungen oder epileptische Anfälle. Eine Alternative dazu ist eine schulmedizinische Therapie, die lebensrettend wäre, deren sehr hohe Kosten jedoch nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

Deshalb ist die Familie auf Unterstützung angewiesen. Da die Familie unverschuldet finanziell notleidend ist und dringend auf Hilfe angewiesen ist, ruft nun eine gemeinnützige Organisation, die Familienkrebshilfe Sonnenherz, die Bevölkerung zu Spenden auf.

Unterstützung erfährt die Familie dabei auch von prominenter Seite: Der Fernsehmoderator, Tänzer, Sänger und Schauspieler Daniel Aminati (bekannt unter anderem aus den Pro7- Sendungen "taff" und "The Masked Singer"), hat sich dazu bereit erklärt, als Pate für die Familie die Schirmherrschaft der Spendenaktion zu übernehmen und somit für mehr Öffentlichkeit für das Schicksal dieser Familie zu sorgen. Wer die Familie finanziell unterstützen möchte und hierfür eine Spendenbescheinigung wünscht, sollte im Verwendungszweck zusätzlich seine vollständige Adresse angeben. Weitere Informationen zur Familienkrebshilfe gibt es unter www.fkh-sonnenherz.de.

Benefiz-Seminar

Christian Neumeir, der Initiator der gemeinnützigen Organisation, möchte der Erlanger Familie mit diesem Spendenaufruf zusätzlich zeigen: "Ihr seid nicht allein!" und damit das Gefühl der Solidarität wecken. "Wenn wir es gemeinsam schaffen, die Familie finanziell zu unterstützen und dadurch wieder ein bisschen Mut und Hoffnung zu schenken, ist bereits ganz viel gewonnen."

Neben dem Spendenaufruf an die Bevölkerung veranstaltet die gemeinnützige Familienkrebshilfe ein Benefiz-Nichtraucher-Seminar. Das Seminar findet am Freitag, 11. September, um 14.30 Uhr statt und wird live im Internet veranstaltet. Einen feststehenden Teilnahmepreis gibt es dabei nicht. Spenden werden aber gerne entgegengenommen und wiederum an die Erlanger Familie weitergeleitet. Wer beim Benefiz-Nichtraucher-Seminar teilnehmen möchte, sollte sich formlos unter der E-Mail-Adresse der Familienkrebshilfe kontakt@fkh-sonnenherz.de anmelden.

Das Spendenkonto

Familienkrebshilfe Sonnenherz gUG, IBAN: DE82700222000020267984, BIC: FDDODEMMXXX Fidorbank München, Verwendungszweck: "Helft Steffi"