In der Berufsorientierungswoche wird im Herzogenauracher Liebfrauenhaus der Unterricht aufgelöst und die Schüler können an Workshops, Projekten in der Schule sowie vor Ort in Betrieben teilnehmen. Dadurch haben die Schüler der privaten Grund- und Mittelschule die Möglichkeit, Ausbildungsberufe besser kennenzulernen. Es wurden insgesamt 80 Workshops angeboten. 50 Herzogenauracher Betriebe waren bereit, ihre Berufsbilder vorzustellen.

"Besonderer Dank geht an die Firmen, die seit elf Jahren dieses Projekt unterstützen," sagt Barbara Lumbe, seit elf Jahren Koordinatorin der Berufsorientierungswoche. Mitkoordinatoren sind Maike Gieck und Daniel Otto.

Die Schüler übernehmen in der Projektwoche die Verantwortung für den Tagesablauf. Unterstützt wird das mit einer App, die Schulbegleiter und IT-Fachmann Michael Eckerle entwickelte. Mit dieser App war es auch möglich, sich zu den Workshops anzumelden. Es gab Teams, die sich zum Beispiel um den Empfang der Referenten kümmerten, die technische Ausstattung bereitstellten und das Catering für die Gäste übernahmen. Für das leibliche Wohl der Schüler sorgte die Klasse 10m mit einem Schüler-Café, wo die Schüler die Wartezeiten zwischen zwei Workshops überbrücken konnten.

Ben (9b) ist Schülersprecher. Er meinte: " Es ist mal was anderes. Wir können Dinge ausprobieren und wir wissen es zu schätzen." Miran (9b), aktiv bei der Computerhilfe, stimmte zu: ,,Es ist sehr informativ und es gibt Einblicke in Berufe, die man so nicht kennt."

In den Klassenzimmern wurde nicht nur den Referenten aufmerksam zu gehört, sondern manches Klassenzimmer wurde auch farblich neu gestaltet. Tahir (7a) und Samir (7g) wurden dabei vom Malerbetrieb Drebinger fachlich unterstützt. ,,Uns macht es schon Spaß, aber es ist doch ein wenig anstrengend, " meinten die beiden.

In den Workshops wurden die Schüler gecoacht, wie man sich für Vorstellungsgespräch und Einstellungstest am besten vorbereitet. Auch das Erstellen einer Bewerbungsmappe stand auf dem Programm. Gedächtnistrainer Walter Färber zeigte den Schülern Strategien, wie man sich am besten konzentrieren kann und machte dazu Übungen. Färber begleitet die Berufsorientierung am Liebfrauenhaus von Anfang an. Finanzielle Unterstützung bekommt die Berufsorientierungswoche vom Lions Club , dem Rotary Club und der Stadt Herzogenaurach.

,, Wir machen das, damit die Schüler nicht nur eine Berufsorientierung haben, sondern sie lernen, Verantwortung zu übernehmen. Wir freuen uns, auch wenn wir nur einen Schüler damit erreichen", betonte Rektor Michael Richter.