Beschwerden aus der Bevölkerung hat es keine gegeben, auch wenn der Aufschrei ja oftmals groß ist, wenn eine Reihe vermeintlich schöner und stattlicher Bäume gefällt werden muss. In der Peter-Fleischmann-Straße trifft es in dieser Woche gleich 17 große Pappeln in einer Allee, die sicherlich eine optische Bereicherung gewesen ist. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Und so waren die Pappeln auf den ersten Blick nicht nur schön, sondern auch reichlich gefährlich.

Im Zeitplan


Bis zum Freitag, also planmäßig noch in dieser Woche, sollen die Fällarbeiten beendet sein, erklärt Monika Preinl von der Stadtverwaltung. Nötig wurde der Griff zur Axt deshalb, weil die Bäume schon alt und marode geworden waren. Vermehrt hatten Anwohner ihre Bedenken hinsichtlich der Verkehrssicherheit geäußert, sagt die Umweltbeauftragte im Rathaus. Die Pappeln seien brüchig, wurde gesagt. "Ich glaube, ein Großteil der Leute ist froh, dass die Bäume weg sind". Und dabei soll es es ja nicht bleiben. Denn im Frühjahr wird laut Preinl eine Ersatzpflanzung erfolgen. Eichen werden da an den Straßenrand gesetzt, so dass wieder eine schöne Allee entsteht. Den alten Bäumen weint sie keine Träne nach. Das waren keine heimischen Pappeln, sondern eine Kreuzung mit amerikanischen Pflanzen. Die wurden nach dem Zweiten Weltkrieg gerne genommen, "weil sie sehr schnell wachsen", sagt Preinl.

Schnell brüchig


Das schnelle Wachstum hat aber den Nachteil, "dass sie auch schnell brüchig werden". Auch wenn die Bäume gesund sind, könnten Äste einfach mal abbrechen. Das sei an dieser Stelle einfach zu gefährlich. Irgendwo draußen in der Natur hätte man sie stehen lassen können.