Landrat Alexander Tritthart (CSU), Gesundheitsamtsleiter Peter Lederer und seine Mitarbeiterin Luitgard Kern haben Schulleiter Lothar Giehl vor der neuen Boulderanlage in der Turnhalle der Schule die Urkunde überreicht. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamts hervor.
Mit dem Prädikat will der Landkreis die gesundheitsorientierte Entwicklung der Schule stärken. "Gerade auch die Schulen, die erste Schritte in eine solche Richtung gemacht haben, wollen wir damit ermutigen, diesen Weg weiterzugehen", sagen Peter Lederer und Luitgard Kern. Gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe haben sie das Prädikat geschaffen.
Wer sich um diese Auszeichnung bewerben möchte, muss, wie die Don-Bosco-Schule, drei Voraussetzungen erfüllen. Schule, Eltern und Lehrer müssen das Engagement mittragen wollen und ein verantwortliches Team zusammenstellen, welches konkrete Projekte und Strategien festlegt und begleitet.
Pro Schuljahr sollen zudem mindestens zwei Projekte zu Lehrergesundheit und drei zu Schülergesundheit durchgeführt werden. Gesundheitsförderung sei dabei nie als fester Zustand, sondern als steter Prozess zu sehen.

Eltern werden eingebunden

"Sie stecken viel Zeit und Kraft in Weiterentwicklungen wie diese. Der Landkreis ist stolz darauf, dass Sie sich gerade um die Kinder kümmern, die sonst weniger Chancen im Leben haben", lobte Landrat Tritthart das Engagement von Giehl und seinem Lehrerkollegium. Die Qualität der Schule helfe, die Förderschule nach außen zu öffnen und in lokale Strukturen wie Sportvereine oder Beratungsstellen einzubinden. So unterhält die Don-Bosco-Schule für die dritten bis sechsten Klassen eine Kooperation mit den Brose Baskets und nimmt auch an deren Turnieren in der so genannten "Special League" teil. Dieses Jahr hat die Schule sogar eine AG Klettern ins Leben gerufen. Die Förderschule tut jedoch noch mehr für ihre Schüler - und bindet Lehrerschaft und Eltern gleich mit ein.
"Gesundheit bedeutet für uns neben der Bewegung und gesunden Ernährung auch die Berücksichtigung des psychischen Wohlbefindens", erklärt Schulleiter Giehl sein Erfolgsrezept. Neben den vielen Sportangeboten können sich Lehrer draußen im "grünen Lehrerzimmer" neben der Schule und Schüler im "grünen Klassenzimmer" im Innenhof aufhalten oder entspannen.

Die Lehrer kochen

Zusätzlich findet für die Jugendlichen zwei bis drei Mal ein kostenloses Klassenfrühstück im Schülercafé statt. Das Lehrerkollegium kocht und isst dafür zwei Mal im Jahr gemeinsam in der Schulküche. Eltern können sich beim "Eltern-Kind-Sportnachmittag" zusammen mit ihren Sprösslingen in der Halle oder im Freien austoben und lernen bei verschiedenen Themenelternabenden beispielsweise den Umgang mit den Neuen Medien. In Kooperation mit der Erziehungsberatungsstelle Herzogenaurach finden regelmäßige Gesprächstermine für ältere Schüler und ihre Eltern statt.
Vor acht Jahren hat die Schule das Prädikat zum ersten Mal verliehen bekommen. Außer der Don-Bosco-Schule sind die Volksschule Weisendorf und das Gymnasium Eckental "gesundheitsfördernde Schulen" im Landkreis.