Die Verleihung wurde mit einer Aufführung ihres Seelengesangs gekrönt.

Die national und international gefragte Sopranistin Cornelia Götz wirkte in Herzogenaurach schon mehrmals mit Ronald Scheuer und dem Philharmonischen Chor zusammen: Die Schöpfung von Joseph Haydn 2005, das Requiem von Giuseppe Verdi 2006, der Messias von Georg Friedrich Händel 2008, Krönungsmesse und Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart 2009, Dettinger Te Deum von Georg Friedrich Händel und Nelsonmesse von Joseph Haydn 2010. Sie beteiligte sich auch am Silvesterkonzert in der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Herzogenaurach im Jahr 2013.

Gerne wird sie mit einer ihrer Rollen identifiziert, der Königin der Nacht aus der Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart und ihrer berühmten Arie. Bereits eintausend Mal brillierte sie darin.

Für Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker ist Götz die ideale Empfängerin für den hin&herzo-Projektpreis, eine Jury hatte sie aus vielen Bewerbern ausgewählt, wie er in seiner Laudatio ausführte.

Cornelia Götz stammt ursprünglich aus der Region Stuttgart und erhielt ihre musikalische Ausbildung in Karlsruhe, Wien und München. Nach ihrem Abschluss führte sie ihr Weg nach Franken, wo sie am Staatstheater Nürnberg erste Erfahrungen im Theaterfach sammeln konnte. Auch bei Wettbewerben war sie erfolgreich.

Mit der Region verbunden

Inzwischen ist sie freischaffend tätig, was sie zu Auftritten in die ganze Welt führte, so unter anderem nach Paris, Tokio, Chicago an die Metropolitan Opera in New York, aber auch an die deutschen Häuser in Köln, Leipzig, Stuttgart, Wiesbaden und Frankfurt sowie weiteren. Auch bei Oratorienaufführungen erklingt ihre Stimme. Seit fünf Jahren komponiert und textet sie neben Liebesliedern auch Lieder mit zeitkritischen, religiösen und philosophischen Inhalten. Trotz ihres Engagements in der halben Welt ist sie auch der Region verbunden, sie wirkt bei den Fürther Streichhölzern und "KlangLust" mit. Außerdem war sie im Wintersemester 2018/2019 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg gesangspädagogisch und gesangstherapeutisch tätig.

Beim Aufführungstermin in Herzogenaurach ergänzten sich für Cornelia Götz ihre Musik mit ihrem Seelengesang und die Lichtinstallation in idealer Weise. Eine Wiederholung der Aufführung ist nicht möglich, es handelte sich bei dem Termin daher um ein Unikat.

In diesem Raum, der sich noch ganz schön verändern wird, so Götz, ließ sie ihre Stimme an mehreren Stellen in der Kirche erklingen. Gleichzeitig forderte sie die Zuhörer auf: "Haben sie die Freiheit, sich zu bewegen während eines Konzerts, sich selber zu entscheiden, ob sie lange oder nur kurz verweilen!" Die Zuhörer sollten auch nach draußen gehen können, "oder bleiben sie da, wenn es ihnen zusagt", lautete ihre Aufforderung, sich in den Dialog mit Licht und Raum zu begeben. Auf die Frage, ob ihr Auftritt in Herzogenaurach ein Heimspiel für sie sei, antwortete Götz: "Ich freue mich, hier zuhause gewesen zu sein."

Viele Zuhörer erlebten die Stadtpfarrkirche durch die Lichtinstallation von Lichtkünstler Markus Stirn in ganz neuen Facetten. Die Rosenkranzmadonna am Chorbogen, die Seitenaltäre oder die zentrale Aussage des Hochaltar, der Gekreuzigte Weltenerlöser Christus wurden in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt. Auch die Orgel, die üblicherweise eher durch ihren Klang wahrgenommen wird, nahmen sie durch das Licht in einem ganz anderen Kontext wahr.

Zugegen waren neben Stadtpfarrer Helmut Hetzel auch die beiden Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde, Karola und Oliver Schürrle.