Sie nehmen weite Wege auf sich, um sich ihren beruflichen Wunsch zu erfüllen: Nicht wenige der 20 neuen Nachwuchskräfte, die gestern bei Puma begannen, kommen von weither nach Franken. So wie Hannah Clemens aus Soest. Der 20-Jährigen, die zuvor Fremdsprachen (Englisch und Französisch) gelernt hat, gefällt die weltweite Ausrichtung des Unternehmens. Sie hat das duale Studium "International Business" gewählt.

Acht Studierende haben sich für eine duale Ausbildung entschieden. Sie werden bis zu drei Jahre an Hochschulen studieren und bei Puma ihre praktischen Arbeitseinsätze haben. So heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Mehrere Monate geht es da auch zu Tochterfirmen im Ausland.

Auch für zwölf Auszubildende bedeutete der Donnerstag den Sprung in die Berufswelt. Unter ihnen die Herzogenauracherin Ellen Haasova, für die nichts anderes in Frage gekommen war.
"Ich wollte unbedingt zu Puma und habe auch nur diese eine Bewerbung geschrieben", sagte sie im FT-Gespräch.

Als Servicekraft im Restaurant "La Bussola" am Flugplatz habe sie viele Mitarbeiter des Unternehmens kennenlernen dürfen, so auch bei Meetings. "Da kommt man ins Gespräch", sagt die 20-Jährige. Und schon war sie vom Puma-Fieber ergriffen. "So wie Leute hier drauf sind, das findet man woanders nicht." Und: "Das möchte ich auch haben." Ein bisschen Glück war auch dabei: Für die angehende Einzelhandelskauffrau gab es den letzten freien Ausbildungsplatz.


Puma-WG in Gremsdorf

Den lockeren Umgang miteinander lernten die 20 Neuen schon am "Welcome-Day" kennen. Und auch gegenseitig wurden die ersten Kontakte geschlossen, sofern das nicht schon geschehen war. Wie bei Hannah aus Soest. Sie hat beim Assessment, als die Bewerber geprüft wurden, eine Auszubildende des dritten Lehrjahrs kennengelernt und wohnt jetzt mit ihr in einer WG in Gremsdorf zusammen.

Mehrere hundert Kilometer trennen auch Annika Allendorf aus Eppenheim in Baden mit Herzogenaurach. Die 24-Jährige hat schon eine Banklehre absolviert und studiert jetzt BWL mit Schwerpunkt Steuern. Auch das wird bei Puma angeboten und den Zugang zum Sport hat die aktive Basketballerin ohnehin. Antonia Rüther (19), aus Dortmund ebenfalls weitgereist, will in die Modebranche. Sie studiert Textilbetriebswirtin bei dem Unternehmen für Sport und Lifestyle. Sie alle mögen auch die fremde Sprache. Hannah kann schon einen Satz: "Des is a weng anders."

Hobby und Beruf kann auch Ramon Gläser bestens verbinden. Der angehende Fachinformatiker aus Heilsbronn spielt Fußball und hat das schon immer in Pumaschuhen gemacht. Auch am ersten Tag kam er in Turnschuhen mit dem Emblem der Raubkatze, so wie andere auch. Die Logos der Konkurrenz sah man nicht, denn so viel wussten die künftigen Mitarbeiter schon: Drei Streifen oder der Swoosh gehen gar nicht.


62 Azubis und Studierende

Die Hälfte der 20 Neuen in der Puma-Familie kommt aus Franken, ein paar sogar aus der Nachbarschaft. So wie Antonia Czech aus Herzogenaurach (Induistriekauffrau) oder Anncathrin Steffanides aus Höchstadt und Tim Scheubel aus Wachenroth (beides Fachkräfte für Lagerlogistik).

Über alle Jahrgänge hinweg beschäftigt Puma derzeit insgesamt 62 Auszubildende und Studierende, das entspricht einer Ausbildungsquote von 6,22 Prozent. "Das bestätigt Pumas Rolle als attraktiver Arbeitgeber für junge Menschen in der Region", berichtet das Unternehmen.



Ausbildungs- und Studienjahrgang 2016

• Industriekauffrau/-mann: Antonia Czech, Juliana Fuchs, Nicole Volmer, Nils Große
• Einzelhandelskauffrau: Ellen Haasova
• Fachinformatiker: Julius Maskow, Mika Lober, Ramon Gläser, Timo Farnbacher
• Fachkraft für Lagerlogistik: Anncathrin Steffanides, Tanja Selig, Tim Scheubel
• Textilbetriebswirtschaft (Textilbetriebswirtin): Antonia Rüther
• International Business (Bachelor): Alexander Turi, Hannah Clemens
• Accounting&Controlling (Bachelor): Jan Krautter, Martin Palzer
• Personal (Bachelor): Mirjam Brauns
• Steuern und Prüfungswesen (Bachelor): Annika Allendorf
• Textilmanagement (Bachelor): Nela Tesch