Ihren letzten öffentlichen Auftritt vor Umzugsbeginn hatte sie mit den Bläsern am Sonntag beim gemeinsamen Sommerfest von Heimat- und Verschönerungsverein sowie Obst- und Gartenbauverein des Ortes. "Der Posaunenchor ist ein ganz liebenswerter Haufen und wir haben uns gut zusammengerauft", umschreibt die Scheidende ihre Abschiedsgefühle. "Er ist mir wie eine zweite Familie geworden in den Jahren unserer Zusammenarbeit."
Sie selbst ist seit ihrem fünften Lebensjahr mit Posaunenchören verbunden und will in irgendeiner Form auch weiterhin der Musik treu bleiben. Die Arbeit bei den Gottesdiensten, bei besonderen Anlässen, bei Posaunenchortreffen oder auch beim Ständchen-Spielen zu Geburtstagen und anderen Feiern habe ihr viel Freude gemacht. "Wir haben gern unter ihrer Leitung gespielt und sie wird uns fehlen" sagt stellvertretende Posaunenchor-Obfrau Angelika Willner. Offiziell hat Schaumkell ihre Position noch bis zur nächsten Jahreshauptversammlung im Januar 2013 inne - da wird es sicher noch eine interne Verabschiedung im feierlichen Rahmen geben.
Einen Blumenstrauß vom Posaunenchor hatte Schaumkell schon am Abend vorher beim Weinfest der Saunafreunde erhalten, so dass der Abschied zumindest nicht ganz ohne feierlichen Rahmen ablief. Und ganz verzichten auf ihre Leiterin müssen die Musiker noch nicht: Am 12. August zur Kirchweih im Ortsteil Rohensaas wird Friederike Schaumkell ihre Umzugsarbeiten aussetzen und zum Zeltgottesdienst noch einmal an der Spitze ihres Chores stehen. Bis sich eine neue Leitung gefunden hat, muss der Posaunenchor sich nun provisorisch behelfen. Rudi Weiß, der den Chor schon früher geleitet hat, wird - wo es seine Zeit erlaubt - einspringen.