Ein Krägelchen, ein Schleifchen, ein Gürtel und das schlichte Kleid wirkte gleich ganz anders. "Wenn man hier so blättert, sieht man es deutlich, es herrschte Mangel an Stoff und Material. Die langen weitschwingenden Röcke zum Beispiel kamen erst Anfang der 50er Jahre", fällt Gabriele Borkenstein auf.

"Wir hatten im Winter auch gestrickte warme Unterwäsche", erinnert sich Münk, als sie in einem der Hefte Vorlagen für Bettjäckchen, Höschen und Hemdchen entdeckt. "Die Bettschuhe durften nicht fehlen. Wir schliefen ja in ungeheizten Räumen." Allenfalls eine Wärmflasche sorgte für Schlafkomfort.

Doch Socken fürs Bett habe sie auch schon gestrickt, fügt Lochner an. Die Liebsten sollen doch nicht unter kalten Füßen leiden. Überhaupt herrsche nach handgestrickten Socken in ihrer Familie große Nachfrage: Den Tragekomfort der Schurwolle und die Socken in der Wunschfarbe und/oder im Traummuster. Das bekommt man nur von Mama oder Frau...