Beim ASV Weisendorf geht der lang ersehnte Wunsch "aus Braun mach Grün" jetzt in Erfüllung. Das Sturmtief "Niklas" begleitete den ersten Spatenstich mit Landrat Alexander Tritthart, Bürgermeister Heinrich Süß und den BLSV-Vorsitzenden Walter Fellermeier sowie nahezu aller Verantwortlichen des Weisendorfer Vereins.
"Was vor drei Jahren als Idee geboren wurde, wird jetzt Wirklichkeit, der B-Platz wird endlich Grün", freute sich Walter Mayer beim Verteilen der Spaten. Für Jugendleiter Manfred Schmidt geht damit ein Traum in Erfüllung, denn nach der Fertigstellung Ende Mai wird sich der Drecksplatz in einen Kunstrasenplatz verwandelt haben. "Damit können endlich ganzjährige Trainings- und Spielmöglichkeiten gewährleistet werden", erklärte der Jugendleiter und bedankte sich beim Landkreis und bei der Gemeinde.


Süß: neueBallsporthalle

Wie Bürgermeister Süß erläuterte, wird sich noch mehr tun. Der Schulsportplatz wird fertiggestellt und eine neue Ballsporthalle sei in Planung. "Den Kunstrasenplatz unterstützen wir gerne, schließlich habe ich als Spieler auch schon so manche schmerzhafte Erfahrung gemacht", beglückwünschte Süß den ASV und kündigte gleich an, dass die Fertigstellung richtig gefeiert werden werde. Auch Landrat Tritthart wird bei der Einweihung dabei sein, schließlich erlebte er die Planung, verbunden mit Anträgen und Genehmigungen als damaliger Bürgermeister von Weisendorf hautnah mit.
Die Freude beim Spatenstich konnte selbst der Sturm "Niklas" nicht wegblasen, nur der Hut von Robert Kaiser wirbelte durch die Luft. Wir sind sehr stolz auf dieses Projekt", fasste Jugendleiter Schmidt zusammen und gab das Kommando zum Spatenstich. Die Planungen des Vorhabens lag in den Händen von Architekt Winfried Rudel, Robert Kaiser sowie Georg und Uwe Fischer.
Die Leitung der Baumaßnahme liegt in den Händen des Zweiten Vorsitzenden Marko Löffler. Am Montag begann die Firma Fleichhacker aus Würzburg mit den Vorarbeiten, sie wird auch die Erdarbeiten durchführen. Anschließend wird die Firma Polytan GmbH aus Burgheim den wetterunabhängigen Kunstrasen verlegen. Der bei einem Spatenstich obligatorische Umtrunk wurde dann doch ins Sportheim verlegt, denn es hätte mit Sicherheit die Sektgläser vom Tisch geblasen.

Noch 200 000 Euro fehlen

Wie Mayer und Schmidt beim Umtrunk im Sportheim erklärten, hofft der ASV (www.asv-weisendorf.de) noch auf weitere Spenden, es fehlen noch rund 200 000 Euro zu den Gesamtkosten von über 450 000 Euro. Deswegen startete der Verein nochmal einen Aufruf an all die, die bis jetzt gedacht haben, "das wird eh nie was." Jetzt könnten sich auch die letzten Zweifler überzeugen, dass sich etwas tue. Man habe nie daran gezweifelt, dass die Sache funktioniere, "obwohl es einige Situationen gab, die dazu berechtigt hätten, die Flinte ins Korn zu werfen", erklärte Schmidt. "Aber wir haben nicht aufgegeben und jetzt wird gebaut", ergänzte Vorsitzender Mayer, der vor allem den Zusammenhalt der "ASV-Familie" hervorhob. Dass die ASV-Jugend mit 320 Kindern und Jugendlichen dringend bessere Bedingungen brauche, werde bei Versammlungen gefordert.
Mitglieder und Freunde des ASV können den Baufortschritt sogar von zu Hause aus beobachten.
Eine Webcam wird den Platz im Auge haben und die Bilder live ins Netz stellen und zudem gibt es jeweils einen Zeitrafferfilm, den der ASV auf seiner Facebook-Seite stellen wird.