War das nur ein übler Scherz oder schon ein gezielter Anschlag? Viel Ärger hatte der ASV Weisendorf an Ostern mit "Grabungen" auf dem Fußballplatz. Zum zweiten Mal ließen unbekannte "Kraftprotze" ihre überschüssige Muskelkraft am A-Platz des ASV aus. War der Platz schon einmal Ziel eines Anschlages, machten sich in der Nacht zum Ostermontag erneut Rabauken zu schaffen, gruben am Mittelkreis und am oberen Tor Löcher aus.
Das "Urgestein" und Ehrenvorsitzender des ASV-Weisendorf, Georg "Bibo" Maier, ist stinksauer und empört.

"Eigentlich gehören solche Typen verflucht, sie schaden damit nicht nur dem Verein, sondern der Allgemeinheit und der Fußballjugend", entrüstete sich der Ehrenvorsitzende.
Für ihn zeige der erneute Anschlag, dass es sich nicht um einen Dummejungenstreich handle, sondern sich die Aktion vielmehr gezielt gegen die Fußballer richte, vermutet Maier. "Wir haben hier in Weisendorf eine kleine Clique, die den ASV hasst und die uns hier weg haben wollen", ist sich Maier nahezu sicher.


Gezielt und gewollt

Auch Schriftführerin Johanna Pilz kann diese Aktion nicht verstehen. "Das waren keine Vandalen, die wollen dem Verein schaden und in ein schlechtes Licht rücken", meinte sie, ebenfalls aufgebracht. Der Verein wurde dadurch zwar finanziell geschädigt, aber der Platz muss für zwei bevorstehende Jugendspiele schnellstmöglich wieder in Ordnung gebracht werden.

Von den Ermittlungen der Polizei verspricht sich Maier nicht sehr viel, denn es sei relativ einfach, auf das abgesperrte Sportgelände zu kommen. Allerdings wurde ein Spaten zurückgelassen, möglicherweise führt dieser zum Täter oder den Tätern. "Wenn die erwischt werden, dass muss es so richtig teuer werden", erhoffen sich Maier und Pilz.

Es sei ohne weiteres möglich, den Zaun anzuheben und durchzukriechen. Auch ein Übersteigen des Zaunes sei möglich, sagte Maier und zeigte solche Stellen, die bereits überklettert wurden. Auch die vor einiger Zeit zerstörten Tore auf dem kleinen Trainingsplatz außerhalb des Sportgeländes, der meist von Schülern benutzt wird, war seiner Meinung nach kein Zufall, sondern gezielt und gewollt. Da ist sich Maier im Nachhinein sicher.


Hoffen auf Zeugen

Dabei hat sich der ASV damals den Platz für das Sportgelände, das 1986 eingeweiht wurde, nicht ausgesucht. "Wir wollten eigentlich nicht hierher, aber die Gemeinde hat das so bestimmt", erzählte Maier, dem ein Standort abseits der Wohnhäuser auch lieber gewesen wäre. Die Polizeiinspektion Herzogenaurach, die den Schaden auf etwa 500 Euro schätzt, hat die Ermittlungen aufgenommen. Sie nimmt auch Hinweise entgegen, die auf den unbekannten Spaten-Täter schließen lassen.