Das Fest erinnert 40 Tage nach Weihnachten an die biblische Überlieferung, 40 Tage nach der Geburt des ersten Sohnes das Kind im Tempel von Jerusalem Gott zu weihen. Dieser jüdischen Tradition folgten auch Maria und Josef und brachten Jesus in den Tempel von Jerusalem, um sein Leben Gott zu weihen. So wird im Kalender des katholischen Kirchenjahres 40 Tage nach Weihnachten dieses Fest gefeiert. Nach altem Brauch werden dann auch die Kerzen für die Gottesdienste in der Kirche und die Kerzen, die die Gläubigen mitbringen, gesegnet.

Kerzen vertreiben die Finsternis

In seiner Ansprache erinnerte Dekan Kilian Kemmer an eine verbreitete Volksweisheit: "Immer wenn Du meinst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her". Dabei wies Kemmer auf die vielen dunklen Stunden im Leben von Kindern bereits im Grundschulalter hin, auf die "Tränen vieler Mütter und Väter" und auf die
dunklen Fragestunden, die ältere Menschen im Angesicht des Todes "durchleiden". Das Licht des Glaubens will alle diese Dunkelheiten erhellen.
Der Schein der vielen Kerzen konnte tatsächlich die Finsternis in der Kirche ein wenig vertreiben und mit Zeichen, Symbolen und Musik eine stimmungsvolle Atmosphäre verbreiten. Besonders die Familien der Erstkommunionkinder freuten sich über die Segnung der Kerzen für die Vorbereitungsgruppen. LM