Mit dem göttlichen Segen wurde im Rewe-Markt-Zwingel in Weisendorf die Wanderausstellung der "Weisendorfer Zubzas" eröffnet. Dabei erläuterten die Kinder, die sich Zubzas nennen und sich seit etlichen Jahren für ihre bedürftigen Altersgenossen in Indien engagieren, den Gästen unter anderem ihr aktuelles Projekt. Sie sammeln Spenden für den Bau einer Schule in Peducha im indischen Nagaland. Projektleiter Ernst Klimek erzählte von den zahlreichen Veranstaltungen, der Projekt-Vorstellung im Bayerischen Landtag und der Unterstützung durch die Kirche und verschiedene Organisationen.
"Auch der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick ist zwischenzeitlich dem Zubza-Fieber verfallen und lässt sich immer wieder über den Fortschritt des Projektes informieren", erzählte Klimek schmunzelnd.
Auch Dank des Erzbistums habe das Schulprojekt kräftig angeschoben werden können und zahlreiche Auszeichnungen erhalten.
Die beiden Pfarrer, Lars Rebhan von der katholischen Kirchengemeinde und sein evangelischer Amtskollege Wilfried Lechner-Schmidt, segneten die Ausstellung und schlossen die Kinder im Nagaland in ihr Gebet mit ein.
Nach Weisendorf kam auch Walter Rinderer und erzählte vom Beginn der Bauarbeiten für die Schule, lobte den Baufortschritt und das Engagement der dortigen Dorfgemeinschaft. Rinderer, ein ehemaliger Inhaber einer Baufirma, wird demnächst wieder ins Nagaland reisen und den Bau bis zur Fertigstellung betreuen.
Auch Weisendorfs Schulleiterin Petra Pausch wurde von den Kindern mit dem "Zubza-Fieber" infiziert. "Das ist ein Leitbild der sozialen Basiskompetenz, und es gibt bei den Kindern viele Zeichen der Hilfsbreitschaft", erklärte sie. Den Zubzas sei die Hilfe für ihre Freunde im Nagaland sehr wichtig, und das Thema beschäftige die Kinder ständig.

Staatssekretär mit Spende

Auch der Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Forschung, Stefan Müller (CSU), sprach den Zubzas seine Hochachtung und seinen Respekt aus. Die Frau eines Berliner Kollegen sei jedes Jahr als Ärztin einige Wochen in Indien unterwegs, um zu ehrenamtlich helfen. "Stellt euch vor, dort holt kein Schulbus die Kinder ab, und viele Kinder sind Stunden unterwegs, nur um die Schule besuchen zu können, falls es überhaupt eine Schule gibt", sagte Müller in Richtung der Zubzas. Die Menschen in Indien könnten auch nicht mal schnell zum Zahnarzt oder überhaupt zu einem Arzt, denn in vielen Landsteilen würde es keine ärztliche Versorgung geben.
"Ihr dürft stolz auf das sein, was ihr bisher erreicht habt", lobte der Staatssekretär die Kinder. Müller hatte auch eine Überraschung dabei, denn die Organisation "Jugend hilft" fördert das Zubza-Projekt mit 700 Euro.
"Vielleicht ist die Wanderausstellung ja auch mal in Berlin zu sehen", meinte Klimek mit einem Seitenblick auf Stefan Müller. Dass dies gar nicht so abwegig sei, bestätige der Staatssekretär. Er will bei nächster Gelegenheit mit dem Wirtschaftsminister sprechen, ihm das Weisendorfer Projekt wärmstens empfehlen und ihm die Wanderausstellung anbieten.
Auch vom künftigen Weisendorfer Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) gab es viel Lob und Anerkennung. "Ich habe euer Engagement immer mit Bewunderung verfolgt, und so wie dies Bürgermeister Tritthart bisher unterstützt hat, wird dies auch der künftige Bürgermeister tun", versprach Süß.