Aber nicht nur das Pflaster soll entfernt werden, sondern auch eine richtige Bushaltestelle mit einem Wartehäuschen entstehen. "Die Schulkinder warten bei jeder Witterung im Freien auf dem Bus", meinte dazu der Bürgermeister nach dem Beschluss aus der nichtöffentlichen Sitzung.

Viele Diskussionen gingen voraus

Das Pflaster sorgte von Anfang an für Diskussionen, nicht nur in Burgstall, sondern auch im Stadtrat und im Planungsausschuss. So wurde im letzten Jahr der Vorwurf laut, dass die Entfernung des Pflasters eine Verschwendung von Steuern wäre. Für Bürgermeister Hacker und die direkt Betroffenen ist es dagegen eine vermeidbare Belästigung.

"Die Ortsdurchfahrt ist eine Durchgangsstraße und in Burgstall ist nahezu kein Quell- oder Zielverkehr vorhanden, die meisten Fahrzeuge kommen aus dem Fürther Landkreis", erklärte der Bürgermeister.


Optische Bremse erhofft

Man erhoffte sich damals beim Verlegen des Pflasters, dass die Autofahrer wegen der optischen Veränderung der Fahrbahn etwas auf die Bremse treten würden. Das taten aber die wenigsten, und so polterten viele Fahrzeuge weiter rasant über das Pflaster. Dass das eine Zumutung für die unmittelbaren Anwohner sei, ist auch dem Bürgermeister klar. Nach Meinung des Stadtoberhaupts hätte damals vielleicht auch eine andere Art von Pflastersteinen eingebaut werden sollen. "Aber das ist Schnee von gestern, das brauchen wir heute nicht mehr zu diskutieren."

Mit dem Umbau musste deswegen so lange gewartet werden, weil die Pflasterung vom Amt für ländliche Entwicklung bezuschusst worden war und vor Ablauf der Frist hätte die Stadt den Zuschuss zurückzahlen müssen. Dazu war aber Hacker nicht bereit, und die weiteren Planungen wurden vor einem Jahr erst mal auf Eis gelegt.
Diese Frist läuft nun ab und die Stadt will im kommenden Jahr tätig werden. Das funktioniert aber nur, wenn auch eine richtige Bushaltestelle errichtet werden kann.

"Dazu brauchen wir Fläche, und ich hoffe, dass wir diese erwerben können", wünscht sich der Bürgermeister. Dann soll die Fahrbahn mit einer Asphaltdecke überzogen werden und an der Bushaltestelle wird es eine Fahrbahnverengung geben.

Der Bus hat Vorrang

Mit anderen Worten: Wenn der Bus hält, kann auch kein Auto vorbeifahren und die Fahrgäste können ungefährdet ein- und aussteigen. Hacker will die Burgstaller Bürger mitnehmen bei der Umgestaltung und sie über die Planung informieren.