Wenn das Flaggschiff des städtischen Streudienstes über das Pflaster der Hauptstraße poltert, dann ist das weithin zu hören. Zweimal in den Mittagsstunden nahm der Winterdienst der Stadt gestern auch diese Strecke - nahezu rund um die Uhr sind die Beschäftigten des Bereitschaftsdienstes zurzeit im Einsatz. Alle wichtigen Straßen und Radwege werden geräumt, sagt Walter Kreiner, der im Stadtbauhof die Aktionen zurzeit leitet.

Dreimal zwölf Mann - das ist die Stärke der Gruppen, die für den städtischen Winterdienst in Bereitschaft sind. Los geht's früh um 4 Uhr, wenn es dunkel ist. Feierabend ist erst sehr viel später am Tag; dunkel ist es dann auch bereits. Jede Gruppe ist eine Woche lang im Einsatz, hat danach also zwei Wochen Gelegenheit zum Zeitausgleich und für andere Tätigkeiten innerhalb des Aufgabenbereichs im Baubetriebshof der Stadt, der insgesamt 49 Beschäftigte zählt.


Zwei große Streufahrzeuge sind im Einsatz: der MAN und ein Unimog. Dazu kommen noch ein "großer Bulldog" und drei kleinere Traktoren. Wesentlich unbequemer haben es die vier Männer, die in den beiden Handtrupps losziehen und vor allem Zebrastreifen und Ampelwege räumen.


Mächtiger Salzberg

An die 600 Tonnen Streusalz sind auf dem Gelände des Bauhofs gebunkert, rund 100 Tonnen wird man in diesem Winter laut Schätzung von Kreiner schon verbraucht haben, aber einiges ist auch noch übrig aus den letzten Jahren. Und wenn das alles nicht reicht, hat die Stadt ein Kontingent in einem Zwischenlager gebucht. Das darf nur Herzogenaurach abrufen, sagt der stellvertretende Bauhofleiter. Und dann ist auch nicht so ein Engpass zu befürchten, wie er vor einigen Jahren einmal auftrat, als in Nürnberg das Salz ausging.

Zurzeit haben die Winterdienstler mächtig Arbeit. Immer wenn der Späher um 3 Uhr morgens in den Straßen der Stadt unterwegs ist, hat er wohl auch gleich den Bereitschaftsdienst anrufen müssen. Denn schneien tut's momentan ja scheinbar ohne Ende.