Mit: "Kinder sind das Wichtigste" begrüßte Gruppenleiterin Andrea Uebel im Kinderhaus St. Josef nicht nur die Kinder, sondern auch Pfarrer Lars Rebhan, Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) und die Kindergartenbeauftragte Ute-Christine Geiler sowie Carmen Kreiner von der Kirchenverwaltung.
Der Besuch des Pfarrers und des Bürgermeisters bei den "Ameisen" hatte einen besonderen Grund. Der temporäre Erweiterungsbau des Kinderhauses und alle Kinder erhielten den kirchlichen Segen. Die Kinder bedankten sich mit drei Liedern und der Bürgermeister revanchierte sich mit einem Geldgeschenk. Der Dank der Gruppenleiterin ging an die Gemeinde, der Kirche und den Eltern sowie den freiwilligen Helfern. Durch den "Kraftakt" - das Ameisenhaus wurde auf dem letzten Drücker fertig - "entstand ein schönes Anwesen und die Kinder fühlen sich sehr wohl", betonte Andrea Uebel.
Darauf weisen schon die Fenster hin, denn die Kinder malten sich mit Fingerfarben als Ameise aufs Glas. "Die kleinen Ameisen schauen ins Freie", kommentierte ein Kindergartenkind die Kunstwerke entlang der Fensterfront.


Dringender Handlungsbedarf

Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die Containerlösung dringend notwendig wurde, da es derzeit in Weisendorf keine freien Kita-Plätze mehr geben würde. "Die Plätze reichen hinten und vorne nicht mehr aus, und mit der jetzigen Lösung ging es Schlag auf Schlag, weil so viele Leute anpackten", erklärte das Gemeindeoberhaupt. Schließlich sei die Kinderbetreuung ein Aushängeschild des Marktes Weisendorf. Sehr zur Freude von Pfarrer Lars Rebhan konnten die neuen Räume am 6. September bezogen werden.
Wegen der fehlenden Plätze hatte es mit den Trägern der Weisendorfer Kindertageseinrichtungen am 12. April das erste Gespräch gegeben. Da aus Platzgründen nur eine Erweiterung bei der katholischen Kirche St. Josef möglich war, wurde in den Gremien die Errichtung der temporären Containerlösung diskutiert und auch beschlossen. Zusammen mit dem Landratsamt wurde der Standtort neben dem bestehenden Kinderhaus St. Josef festgelegt, am 13. Juni beschloss der Gemeinderat die Kostenübernahme und am 20. Juni wurde der Bauantrag positiv entschieden. Die Baugenehmigung durch das Landratsamt erfolgte bereits eine Woche später.