Dem Internethandel Paroli bieten wollen die Förder- und Werbegemeinschaft Herzogenaurach (Föwe) sowie die Herzocity GmbH. "Wir sind besser und auch näher am Kunden", propagierten Vorsitzender Michael Dassler und Christian Kindler bei der Jahresversammlung im Herzogspark. Über die Stadtgrenzen hinaus sahen die Verantwortlichen der Föwe und holten sich Unterstützung aus Bamberg. Der Bamberger Citymanager Klaus Stieringer referierte über das Stadtmarketing in Bamberg, lobte aber auch die Aktionen in Herzogenaurach.
Ähnlich wie in Herzogenaurach die Herzo-Card, sind in Bamberg die City-Schexs, ein Bamberger Einkaufsgutschein. Die City-Schexs seien ein Erfolgsmodell, rund eine Million Euro seien über diese Art im Umlauf. "Wenn ich jetzt zur Sparkasse gehe, dann werde ich nicht mehr vom Sachbearbeiter empfangen, sondern vom Vorstand", erzählte Stieringer in seinem humorvollen Referat.
Bei der Herzo-Card werde sich in Kürze etwas Neues tun, kündigte Nicole Maydt an. Die Karte werde attraktiver und etwas günstiger. Mit der Sparkasse als Partner wurde erreicht, dass die normale Sparkassenkarte dann mit der Zusatzfunktion "Herzo-Card" erhältlich sein wird.
Nicht nur der Bamberger Citymanager wies auf das veränderte Einkaufsverhalten der Bevölkerung hin, das Problem ist auch Vorsitzenden Dassler, Kassenwart Markus Burkhardt und Schriftführerin Ursula Dorweiler bewusst. So muss sich der Einzelhandel den Herausforderungen des Internethandels stellen, aber auch die zunehmende Filialisierung. Immer weniger inhabergeführte Fachgeschäfte, haben Auswirkung auf die Innenstädte.

Ideen für die Zukunft


Deshalb muss das oberste Ziel von Föwe und Stadtmarketing sein, den Wirtschaftsraum Innenstadt weiter zu stärken und die Attraktivität zu erhöhen, war unisono zu hören.
Nicht ganz einig wurden sich die Mitglieder zu den Ladenöffnungszeiten an Donnerstag und an den Samstagen. So wurde der Wunsch geäußert, den Wochenmarkt bis 14 Uhr oder 16 Uhr geöffnet zu lassen - dann müssten aber alle Geschäfte mitmachen, wurde gefordert. "Es geht nicht, dass der Markt offen bleibt und die Geschäfte klappen die Gehsteige hoch", meinte Michael Welker. Den Wunsch einiger Einzelhändler die Geschäfte an den Donnerstagen bis 19 Uhr offen zulassen, waren eine Reihe der Mitglieder nicht abgeneigt. In einer Umfrage sollen diese Fragen geklärt werden.
Die Planungen für das laufende Jahr 2012 seien weitgehend abgeschlossen. Los geht es am 18. März mit der Gesundheitswoche, dieses Jahr in der Fachklinik. Neben den bewährten und beliebten Veranstaltungen kommt im Herbst eine weitere dazu. "Food Festival" lautet der Arbeitstitel für diese neue, dreitägige Aktion. Dabei geht es nicht nur um Bratwurstsemmel oder Hamburger, sondern um Essen und Trinken.
Die Mitgliederzahl steigerte sich inzwischen auf 150. "Wir werden über Herzogenaurach hinaus positiv wahrgenommen", erklärte Dassler stolz.