Nachdem die 43 Ortsbuschen und Madle die beiden Bäume aus dem Galgenhöfer Wald zum Festplatz gebracht hatten, wurden vom Nachwuchs und stolzen Mamas und Papas die Kronen geschmückt.

"So viele waren wir noch nie, das ist heuer Rekord", erklärte Vorsitzender Jürgen Hoffmann am Samstagnachmittag mit Blick auf die singenden Kerwaburschen. Dann hieß es: "Der Nachwuchs zu Herrn Nussel", dabei ist er schon bei den Kleinen der Walter.

Zum ersten Mal in diesem Jahr war das einjährige "Ortsbürschla" Kilian dabei, zwar noch auf dem Arm der Mama, aber im nächsten Jahr soll er, wie die dreijährige Greta, die bunten Bänder anbringen.

Die Versammlung der 17 Kinder diente aber nicht nur dem Fototermin, sondern auch der Einweisung. "Alles hört auf mich, wenn ihr den Pfiff hört, heißt es zuhören und das machen was ich sage", wies Walter Nussel den Nachwuchs ein.
"Der ist etwas zu lang", beschied er und kürzte zum Bedauern der Kinder den Baum noch um ein Stück.

Es dauerte nicht lange und die zahlreichen Zuschauer konnten klatschen, der Baum stand und konnte verkeilt werden. Unter den interessierten Zuschauern war auch ein Prominenter, nämlich der mittelfränkische Regierungspräsident Richard Bartsch, der vor allem den Nachwuchs bewunderte. "Tolle Sache, die kommen in Burgstall ja schon als Kerwaburschen und Kerwamadle zur Welt", meinte er schmunzelnd. Bartsch erinnerte an seine Jugendzeit, in der auch den Kerwaburschen angehörte und manchen Baum mit in die Senkrechte wuchtete.

Nach einer Stunde stand auch der 30-Meter Baum der Ortsburschen. Das Ganze hat deshalb eine Stunde gedauert, weil zur Quetschen-Musik vom Wörleins Schorsch aus Emskirchen immer wieder Kerwas-Lieder gesungen und dann auch manche Trinkpause eingelegt wurden.