Die Stadt-Umland-Bahn gerät nicht aufs Abstellgleis. Alle 67 Stimmbezirke sind mittlerweile ausgezählt. Die Befürworter der StUB haben beim Bürgerentscheid klar gewonnen: 60,39 Prozent der Erlanger haben für die Stadt-Umland-Bahn gestimmt, 39,61 Prozent dagegen.

Die Wahlbeteiligung lag bei 44,9 Prozent. Bei dem Bürgerentscheid waren rund 83 000 Wahlberechtigte zur Abstimmung gerufen.

"Das ist ein toller Tag für die Stadt und die Region. Die Mehrheit der Bürger ist überzeugt, dass die StUB eine gute Lösung ist", freute sich Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) im Erlanger Rathaus. Für ihn war der Ausgang des Bürgerentscheids gleichzeitig ein Geburtstagsgeschenk - er feiert am heutigen Sonntag seinen 36. Geburtstag.

Getrübte Stimmung dagegen bei den Gegnern. Wilhelm Krieger, der die Bürgerinitiative gegen die StUB initiierte: "Die Gesichter werden länger werden, wenn der Kosten-Nutzen-Faktor erst einmal bekannt ist." Ob er jetzt enttäuscht sei? "Wenn man so etwas nicht erträgt, darf man es nicht anfangen."

Befürworter, darunter der Erlanger Oberbürgermeister Florian Janik (SPD), erhoffen sich von der Bahn eine erhebliche Verkehrsentlastung. Die Stadt-Umland-Bahn, die den Norden Nürnbergs mit der Uni Erlangen und den in der Innenstadt ansässigen Betrieben verbinden würde, ist für Janik eine attraktive Alternative zum Auto.

Die Gegner der StUB verwiesen auf die 60 Millionen Euro, die Erlangen für die Planung und den Bau der Bahn übernehmen müsste. Dies könne die Stadt finanziell nicht verkraften, befürchteten sie.

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