Das Ende ihrer Schulzeit rückt in greifbare Nähe und so langsam müssen sich die Achtklässler an der Ritter-von-Spix-Mittelschule in Höchstadt Gedanken darüber machen, wie es danach weitergeht. Bei der Berufsorientierung werden sie nun vom Lions Club Aischgrund unterstützt.
Der Lions Club ist eine international agierende gemeinnützige Organisation, die hauptsächlich für bürgerliche, kulturelle und allgemeine Entwicklung der Gesellschaft eintritt. "Mir liegt die Förderung von Kindern und Jugendlichen besonders am Herzen, deshalb kommen wir an die Schulen", sagt Petra Schuster, Präsidentin des Lions Club Aischgrund.

16 verschiedene Berufsbilder

Gestern wurden den Schülern an einem vom Lions Club organisierten Berufsberatungstag 16 verschiedene Berufe von Arbeitgebern aus der Region vorgestellt.
Die Aktion, die zum ersten Mal an der Spix-Schule stattfand, hält auch Rektor Michael Ulbrich für sinnvoll: "Die Schüler sind auf der Suche nach Berufen, die Arbeitgeber brauchen die Jugendlichen als Nachwuchs. Das ergänzt sich sehr gut", meint er.
Petra Schuster bestätigt das und spricht gar von großem Personalmangel in manchen Branchen. Sie weiß von Nürnberger Kanzleien, die bis zu vier Inserate täglich aufgeben, weil sie händeringend nach sogenannten Rechtsanwalts-Fachangestellten suchen.

Vom Bäcker bis zum Kameramann

Die Schüler konnten sich gestern zwei verschiedene Berufe vorstellen lassen und hatten bei dem großen Angebot die Qual der Wahl: Von Bäcker über Kameramann bis zum Schreiner war wohl für jeden Geschmack etwas dabei. In einem Klassenzimmer lauschten die Jugendlichen einem Bauzeichner, der an Plänen seine abwechslungsreiche Tätigkeit vorstellte. Nebenan erklärte eine Krankenschwester die Licht- und Schattenseiten ihres Berufes. Ein Stockwerk höher konnten sich die Schüler über kaufmännische Berufe informieren. Dazu kam Carolin Zauscher, Projektmanagerin in der Aldi-Zentrale Adelsdorf, an die Spix-Schule, um über Ausbildungsmöglichkeiten beim Discounter-Konzern zu berichten. Auch sie hält Berufsveranstaltungen an Schulen für wichtig, da so zwischen Arbeitgebern und den Jugendlichen erste Kontakte geknüpft werden. Womöglich werde das Interesse mancher Schüler geweckt und sie bewerben sich mal als Einzelhandelskauffrau oder Lagerlogistiker. Für diesen Fall hatte sie den jungen Leuten auch Broschüren mitgebracht, in denen sie Tipps für eine gute Bewerbung finden.

Aktion kam gut an

Eine ganze Menge erfuhren die Achtklässler bei der gestrigen Aktion, die bei den meisten gut ankam. Jedenfalls finden Talena Stark (14) und ihre Freundin Svenja Schröder (15) es sinnvoll, sich frühzeitig über Möglichkeiten nach der Schule zu informieren. Beide haben Interesse am Beruf der Hotelfachangestellten, weil er ihren Wünschen gerecht wird: "Uns ist es wichtig, dass wir viel Kontakt zu Menschen und einen abwechslungsreichen Arbeitstag haben."

von unserem Mitarbeiter Andreas Schurr