Das hätte sich der Weisendorfs Bürgermeister Alexander Tritthart (CSU) wohl auch nicht träumen lassen, dass er im Mehrgenerationenhaus (MGH) zum Tanzen verpflichtet wurde. Es gab für Tritthart kein Entkommen und Johanna Rath kannte weder bei Tritthart noch bei Raiba-Direktor Horst Amon Erbarmen, sie wurden in die Tanzrunde integriert. Aber es war nicht anstrengend, denn sie mussten "nur" bei dem "Sitztanz" für Senioren mitmachen, der auch älteren Menschen die Möglichkeit gibt, aktiv am Leben teilzunehmen.

Der Anlass für den unterhaltsamen Nachmittag im Weisendorfer MGH war ein Tag der offenen Tür und die Einweihung eines barrierefreien Zugangs. Es war schon lange ein Wunsch von Doris Tietjen und dem Betreuungsteam, dem Seniorenbeirat, aber auch der Besucher des MGH, den Zugang barrierefrei zu gestalten. Durch den Einbau eines Außenliftes und dank Sponsoren sowie des Marktes Weisendorf wurde der nun erfüllt.

Dietmar Ströbel vom Pfarrgemeinderat Weisendorf-Rezelsdorf freute sich über viele Gäste, für die der Aufenthaltsraum zu klein sogar war. Neben den Tänzen hatte auch Walter Ferbar einen Beitrag zum Nachmittag vorbereitet. Es ging um einen Test des Langzeitgedächtnisses durch die Vervollständigung von gängigen Redewendungen.


Segen von Pfarrer Kuhn



Auch auf einen kirchlichen Segen musste nicht verzichtet werden, das übernahm der Münchauracher Pfarrer Dieter Kuhn. Kuhn sprach von einem Haus, in das jetzt jeder ungehindert kommen kann, ebenso wie jeder in das Haus Gottes kommen kann. Er vertrat den Weisendorfer Pfarrer Wilfried Lechner-Schmidt, der sich in Afrika befindet. Aber dieser war trotzdem allgegenwärtig, er hatte zehn Strophen nach der Melodie "Das Wandern ist des Müllers Lust" verfasst, in denen allen Mitarbeitern, der Gemeinde und den Sponsoren gedankt wurde. Die Gäste wurden von den Hausaufgabenkindern und den Senioren bewirtet und liebevoll umsorgt.