Viele Musikfans werden sich noch an die Anfangszeit erinnern. Als an der Halfpipe an der Nutzung die ersten Open Airs der Musikinitiative Herzogenaurach (MIH) über die Bühne gingen. "U-Turn-Festival" nannte sich der Spaß damals, doch durchsetzen konnten sich die Aktionen langfristig eher nicht. Einmal, es war ein geradezu eisiges Wochenende im Sommer 2007, zählte man vielleicht 50 Zuschauer.

Ein Umdenken musste her, und so kam die MIH auf die Idee, doch ihr eigenes Gelände herzunehmen. Und das war gut so, der Aufwand war geringer, die Location ja schon gegeben. Fünf Jahre sind es inzwischen, dass das Base Rock Festival ruft und sich seither zu einem Geheimtipp entwickelt hat. Ein Wochenende Livemusik - zwei Abende und ein Frühschoppen - das gibt es auch heuer wieder.

Und da möchte man an das anknüpfen, was der Vorsitzende der MIH im letzten Jahre als einen Riesenerfolg bezeichnete.
Denn allein der Samstag verzeichnete 500 Besucher, wie Thomas Schönfelder zusammengezählt hatte. Und mehr Helfer als jemals zuvor. Darauf setzen die Verantwortlichen auch dieses Jahr.

Feuerwerk der regionalen Szene

Vom 30. Mai bis 1. Juni wird sich das Außengelände der Musicbase auf der Nutzung zum fünften Mal in ein gemütliches kleines Festivalgelände verwandeln. Es bietet allen jungen und junggebliebenen Freunden der handgemachten Musik ein Feuerwerk der regionalen Nachwuchsszene, verspricht die Presseinfo zu dem Ereignis, das dieses Jahr eine Woche vor "Rock im Park" stattfindet. Und gegenüber dem Mega-Event mit seinen etwa hundert Bands zwar "nur" elf Gruppen zu bieten hat, dafür aber mit einem entscheidenden Vorteil punkten kann: Beim Base Rock ist der Eintritt frei. Wie all die Jahre zuvor.

Am Freitag beginnt das Spektakel "mit tanzbaren Rhythmen, bis die Beine glühen", berichtet Smiley und meint die Herzogenauracher Rock'n'Roll-Band "Deine Mutter" und die Nürnberger Gruppe "La Boum". Diese haben es dem Vorsitzenden, der selbst Musiker in mehreren Bands ist, besonders angetan. So preist er gerne den "unverwechselbaren Sound" an, also eine Mischung aus Ska, Folk, Polka und Indie. "La Boum" ist eine Straßenmusik-Combo und unter anderem Dauergast beim Bardenfestival in Nürnberg.

Aus dem Partnerlandkreis

Mit dabei sind dieses Jahr auch wieder Gäste aus dem polnischen Partnerlandkreis. "Mass Solitude" ist eine Progressive-Metal-Band, die vor zwei Jahren in Tarnowskie Gory gegründet wurde. Für sie ist es das erste Auslandskonzert. Ebenso wie "Jumanji", die 2012 fetzten, was das Zeug hielt, hat auch "Mass Solitude" den Kontakt nach Herzogenaurach über das große Festival "Gwarki" geknüpft. Das lockt Jahr für Jahr ein paar tausend Zuschauer an, und auch Bands aus Herzogenaurach standen schon auf der Bühne. Den Kontakt stellt Georg Strzodka her, "unser Polen-Korrespondent", wie Schönfelder bescheinigt. Er stammt aus dem Partnerlandkreis und hat auch durch Künstleraustausch bereits viel für die Freundschaft der Kommunen getan. Auch der regelmäßige Bandaustausch steht im Zeichen der Partnerschaft.

Die meisten der elf Bands haben einen direkten Bezug zur Musikinitiative. Entweder sie stammen aus der Umgebung oder sie proben auf der Music Base der MIH oder eben beides. Diese Bands spielen ohne Gage. "Für unsere Bands ist das quasi ein Arbeitsdienst", sagt Smiley. Die Auftritte beim Base Rock Festival oder beim Schlosshofkonzert während des Altstadtfests sind also Gegenleistung dafür, dass sie zu günstigen Konditionen einen Probenraum bekommen.

Abgerundet wird das Wochenende mit dem traditionellen Frühschoppen am Sonntag, 1. Juni, mit dem Frühschoppen und Countryklängen der "Long Riders".

Infos zur MIH gibt es auf http://www.mih-online.de

Infos zu den Bands gibt es auf deren Webseiten:


http://www.la-boum.de
http://www.52er.net
www.facebook.com/Mass.Solitude
http://www.gratefullife.de/
http://www.deinemutter.info/
http://www.rcr-hockrock.de/rootskillah
http://paralians.bandcamp.com