Der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (StUB) kann seine Geschäfte aufnehmen: Am gestrigen Donnerstag erhielten die Kommunen Erlangen, Herzogenaurach und Nürnberg von Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) den offiziellen Genehmigungsbescheid für die Gründung der Körperschaft, die für die Planung der StUB zuständig ist.

Unter Einbeziehung der Bürger und unter kommunaler Aufsicht durch die Regierung von Mittelfranken sollen die Planungen vertieft werden. Eine Übernahme von 90 Prozent der förderfähigen Aufwendungen haben Bund und Freistaat bereits in Aussicht gestellt.

Innenminister Herrmann sprach von einer einmaligen Chance für die drei Städte.
"Mit der Gründung des Zweckverbands wird die Verwirklichung der Stadt-Umland-Bahn wieder ein Stück konkreter", sagte Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik.


Ein Meilenstein

Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker wertete die Zweckverbandsgründung als Meilenstein: "Für die Stadt Herzogenaurach ist der 31. März 2016 der Tag, mit dem man in Zukunft den Beginn der Planung für die Rückkehr der Schienenanbindung - nach 30 Jahren - an den Großraum verbinden wird."
Für die Stadt Nürnberg nahm der Dritte Bürgermeister Klemens Gsell den Bescheid entgegen. Gemeinsam und auf Augenhöhe werde man das Vorhaben angehen. Der CSU-Politiker sprach von einer "wichtigen und gelungenen Weichenstellung".

OB Florian Janik wird für die ersten beiden Jahre Vorsitzender des Zweckverbands sein. Danach folgen aufeinander der Erste Bürgermeister von Herzogenaurach und der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg.
Die Konstituierung des in Erlangen beheimateten Zweckverbands, der pro Jahr mit einem Budget von 300 000 Euro ausgestattet werden soll, wird den Angaben zufolge voraussichtlich Mitte April erfolgen. HN